Leichter Rückgang der Bundesanleihen trotz schwacher Industriedaten

Die Kurse deutscher Staatsanleihen gaben am Freitag leicht nach, während der Euro-Bund-Future um 0,11 Prozent auf 128,19 Punkte fiel. Infolge dessen stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,84 Prozent an. Trotz enttäuschender Industriedaten aus Deutschland vermochten die Anleihen keinen nachhaltigen Auftrieb zu erhalten. Erstmals seit mehreren Monaten verzeichnete die Gesamtproduktion im Dezember einen Rückgang, bedingt durch eine signifikante Abnahme der Fertigung in der Autoindustrie.
Am Tag zuvor hatten überraschend positive Auftragseingänge Hoffnungen geweckt, doch diese schlugen sich nicht in einer gesteigerten Produktion nieder. Laut dem Ökonomen der Commerzbank, Ralph Solveen, wirken die Einflussfaktoren rund um den Jahreswechsel häufig verzerrend, dennoch deuten die beeinflussten Indikatoren kaum auf eine schnelle Erholung. Solveen prognostiziert für die deutsche Industrie und Wirtschaft lediglich eine sehr moderate Erholung.
Zusätzlich wurden Anleihen durch die Erholung an den Aktienmärkten unter Druck gesetzt. Die Volatilität in den letzten Tagen besonders in Bezug auf Edelmetalle und den Technologiesektor sorgte weiterhin für Nervosität unter den Anlegern.

