Leichte Rückgänge: Ölpreise im Strudel der Überversorgung
Die Ölpreise haben zur Wochenmitte einen leichten Rückgang verzeichnet. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar verringerte sich um 23 Cent und lag bei 64,21 US-Dollar. Auch die US-Sorte WTI zeigte eine ähnliche Entwicklung und sank um 28 Cent auf 60,27 Dollar für die Lieferung im Dezember.
Die Erwartungen einer Überversorgung am Rohölmarkt üben weiterhin Druck auf die Preise aus. Kürzlich bekräftigte Opec+ ihre Absicht, die Förderung bis zum Jahresende auszuweiten, was die Befürchtungen einer Angebotsflut zusätzlich nährt. Experten weisen darauf hin, dass auch andere Förderländer außerhalb des Opec+-Kartells, wie die Vereinigten Staaten, Brasilien und Kanada, ihre Rohölproduktion gesteigert haben, was zu einem globalen Überangebot führen könnte.
Ebenfalls wurde in den USA ein signifikanter Anstieg der Rohöllagerbestände bekanntgegeben, was die Überversorgungsthese untermauert. Entgegen der Prognose von Volkswirten, die mit einem Lagerbestandsrückgang gerechnet hatten, meldete das Energieministerium einen erheblichen Anstieg der Reserven. Seit Jahresbeginn haben die Ölpreise kontinuierlich nachgegeben – zu Beginn des Jahres lag der Preis für Brent noch zeitweise über 80 Dollar.

