Leichte Erholung der Unternehmensstimmung in der Eurozone – Deutsche Daten im Fokus
Die Bewegungen an den Märkten der deutschen Staatsanleihen waren am Dienstag nur minimal. Der Euro-Bund-Future sank am Nachmittag geringfügig um 0,01 Prozent auf 128,19 Punkte. Parallel dazu blieb die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen mit 2,75 Prozent nahezu stabil. Eine unscheinbare Klarheit kam durch aktuelle Konjunkturdaten aus der Eurozone, die den Anleihekursen wenig Schwung verliehen.
Im September zeigte sich eine leichte Aufhellung der Unternehmensstimmung im Euroraum. Dabei trübte sich der Indikator für die industrielle Stimmung überraschend ein, während der Dienstleistungssektor eine positive Entwicklung zu verzeichnen hatte. Das Wachstum der Stimmung ist im letzten Zeitraum jedoch größtenteils auf Deutschland zurückzuführen, wobei andere europäische Staaten keine signifikante Verbesserung zeigen.
Experten der Commerzbank bestätigten diese Beobachtung, während Volkswirt Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg von einem „vorsichtigen Hoffnungszeichen“ in den deutschen Daten sprach. Ein echter Aufschwung sei nur zu erwarten, wenn die Bundesregierung ihre angekündigten Reformen umsetzt und es nicht zu weiteren handelspolitischen Schocks kommt.

