Schnee

Lawinen in den Alpen - vier Skifahrer sterben

11. Januar 2026, 22:14 Uhr · Quelle: dpa
Skigebiet La Plagne in den französischen Alpen
Foto: Jean-Pierre Clatot/AFP/dpa
Bei Lawinenabgängen in den französischen Alpen, darunter im Skigebiet La Plagne, gab es Tote. (Archivbild)
Vier Personen starben bei Lawinen in den Alpen, hauptsächlich in Frankreich und Österreich, bei anhaltend hoher Gefahr.

La Plagne/Courchevel/Vallorcine (dpa) - Drei Skifahrer sind nach Lawinenabgängen in den französischen Alpen laut Medienberichten gestorben. Auch in Österreich starb eine Frau, nachdem sie von Schneemassen mitgerissen worden war.

Im französischen Skigebiet La Plagne sei ein um die 50 Jahre alter Brite unter einer Schneelawine verschüttet worden, hieß es unter Berufung auf eine Mitteilung des Ortes. 52 Rettungskräfte, Lawinenhunde und ein Hubschrauber seien im Einsatz gewesen, doch es habe 50 Minuten gedauert, bis der Mann unter 2,5 Metern Schnee aufgefunden werden konnte, berichteten französische Medien. Er konnte demnach nicht wiederbelebt werden.

Im nahegelegenen Ort Courchevel, ebenfalls in den Savoyen, wurde den Berichten zufolge eine weitere Person unter einer Lawine verschüttet und am späten Vormittag tot aufgefunden. Das Skigebiet machte demnach dazu keine weiteren Angaben. Die regionale Tageszeitung «Le Dauphiné libéré» berichtete zudem von mehreren verletzten Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle. 

Ein 32-Jähriger starb darüber hinaus in einer Lawine in Vallorcine nahe der Grenze zur Schweiz, wie Medien weiter unter Berufung auf die Gebirgs-Gendarmerie berichteten. Er sei abseits der Pisten unterwegs gewesen. Die Lawine habe ihn gegen einen Baum geschleudert. Er erlag seinen Verletzungen, hieß es. Einen Tag zuvor gab es bereits drei Todesopfer bei Lawinen in der Region.

Lawinengefahr bleibt hoch

Insgesamt gab es in den Savoyen am Sonntag mehrere Lawinen. Die örtliche Präfektin rief auf ihrer Facebook-Seite zu Vorsicht auf. «Um 12.30 Uhr sind die Rettungsdienste bereits bei sechs Lawinenabgängen auf verschiedenen Bergmassiven im Einsatz gewesen», teilte sie mit. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in allen Berggruppen hoch. Die Präfektin riet vom Fahren abseits der Pisten dringend ab.

Eine Tote und mehrere Verletzte in Österreich

Auch in Österreich gingen eine Reihe von Lawinen ab. Die Folge: Eine Tote und mehrere Verletzte. Im Bundesland Tirol wurde eine 58 Jahre alte Frau in Weerberg mitgerissen, wie die Polizei mitteilte. Die Österreicherin konnte aus den Schneemassen befreit werden, doch sie starb in einer Klinik.

Unter den Verletzten waren zwei deutsche Wintersportler, die in Zürs am Arlberg auf einem Steilhang von einem Schneebrett erfasst wurden. Nach Angaben der Polizei wurden die Männer im Alter von 60 und 55 Jahren in Kliniken geflogen. In der Nähe von Kitzbühel löste ein 17-jähriger Deutscher eine etwa 350 Meter lange und 120 Meter breite Lawine aus, wie die Polizei berichtete. Dank eines Lawinenairbags überlebte er unverletzt.

Die Lawinengefahr im Westen Tirols und im Bundesland Vorarlberg bleibt auch zu Wochenbeginn hoch, wie es in den neuesten Lagebewertungen hieß. In den Allgäuer Alpen in Bayern und in der Schweiz wurde das Risiko von hoch auf erheblich zurückgestuft.

Notfall / Tourismus / Natur / Wetter / Ski / Freizeit / Alpen
11.01.2026 · 22:14 Uhr
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