L Catterton verkauft weiteres Milliardenpaket an Birkenstock-Aktien – Rückkaufprogramm stützt Kurs
Der Finanzinvestor L Catterton trennt sich erneut von einem großen Anteil an Birkenstock – diesmal bis zu 20 Millionen Aktien im Gesamtwert von über einer Milliarde Dollar. Der Platzierungspreis liegt bei 52,50 Dollar je Aktie, was einem Abschlag von rund 3,3 Prozent gegenüber dem jüngsten Börsenschluss entspricht.
Parallel dazu kündigte der deutsche Sandalenhersteller einen Aktienrückkauf im Volumen von 200 Millionen Dollar an. Birkenstock übernimmt die Papiere zum gleichen Preis, zu dem sie L Catterton über Investmentbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan und Bank of America anbietet. Die Maßnahme dürfte den Kurs stabilisieren – vor allem, da Anleger den kontinuierlichen Anteilsabbau des Finanzinvestors genau beobachten.
Trotz des Verkaufs bleibt L Catterton mit einem Anteil von rund 62,6 Prozent weiterhin Hauptaktionär. Vor der Platzierung lag der Anteil noch bei 71,9 Prozent. Hinter dem Investor steht unter anderem Agache, die Family Office-Struktur des LVMH-Chefs Bernard Arnault. Für Arnault war Birkenstock stets mehr als ein Renditeobjekt – mit dem Einstieg 2021 zu einer Bewertung von 4,3 Milliarden Dollar wurde die Traditionsmarke aus Linz am Rhein strategisch neu positioniert.
Seit dem Börsengang im Herbst 2023 hat L Catterton schrittweise Kasse gemacht. Bereits beim IPO flossen dem Investor 989 Millionen Dollar zu, gefolgt von einer weiteren Platzierung im Juni 2024 über 756 Millionen Dollar. Sollte das aktuelle Paket vollständig verkauft werden, summiert sich der Gesamtzufluss auf knapp 2,8 Milliarden Dollar – bei einer Bewertung des Unternehmens von inzwischen rund zehn Milliarden Dollar.
Birkenstock selbst profitierte vom gestiegenen Markenwert. Zwar verlief der Börsenstart zunächst schleppend: Erst Wochen nach dem IPO kletterte der Kurs über den Ausgabepreis von 46 Dollar. Inzwischen notiert die Aktie 18 Prozent darüber.

