Kurskorrektur voraus: Rob Arnott skeptisch gegenüber AI-Investitionen
Rob Arnott, Gründer von Research Affiliates, zeigt sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit moderner KI-Lösungen, insbesondere nachdem ChatGPT eine prägnante Zusammenfassung eines seiner wissenschaftlichen Arbeiten lieferte. Doch trotz dieser Begeisterung teilt Arnott nicht den Optimismus vieler Investoren, die auf eine rosige Zukunft von AI-Aktien setzen. Seiner Meinung nach ist ein Großteil der möglichen Wertsteigerungen bereits in den Aktienkursen berücksichtigt, was seine Erwartungen bezüglich künftiger Renditen dämpft.
Besonders zwei Faktoren lassen Arnott an der Nachhaltigkeit des AI-Hypes zweifeln: Zunächst die steigende Konkurrenz im Bereich der Chip-Herstellung. Während Nvidia derzeit als Marktführer gilt, sieht er andere Hersteller nicht tatenlos zusehen, wie Nvidia seine hohen Gewinnmargen beibehält. Hinzu kommt die unklare Rentabilität für die AI-Nutzer, die noch keinen klaren Weg zur Monetarisierung der Technologie gefunden haben, obwohl bereits enorme Summen investiert wurden.
Mit einem Blick auf die überteuert erscheinenden AI-Aktien und den Gesamtmarkt mutmaßt Arnott, dass sowohl das Markt-Kapitalisierungs-GDP-Verhältnis der USA als auch das Shiller KGV auf besorgniserregenden Höchstständen sind. Angesichts dieser Umstände würde Arnott bei einem Investment in den S&P 500 vorsichtig sein und zieht stattdessen günstigere Alternativen in Betracht. Arnott betont seine Vorliebe für Small-Cap-Value-Aktien und Aktien aus den Schwellenländern als lohnenswerte Investitionsmöglichkeiten, abseits des überbewerteten AI-Sektors.
Mit einem Schmunzeln weist er Vorwürfe zurück, er sei ein „perma-bear“, und begründet seine Zuversicht mit der relativen Bewertung dieser Aktiensegmente, die Investoren über ETFs wie den Vanguard Small-Cap Value ETF (VBR) oder den iShares MSCI Emerging Markets Value Factor ETF (EVLU) erschließen können.

