Kuba trotzt erneut amerikanischem Druck: "Wir haben absolut keine Angst vor Ihnen"
Die angespannte Lage zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba erreicht nach dem jüngsten US-Militäreinsatz in Venezuela ein neues Niveau, wie in einer eindrucksvollen Rede von Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel deutlich wurde. Von der Antiimperialistischen Tribüne aus, einem symbolträchtigen Platz vor der US-Botschaft in Havanna, zeichnete Díaz-Canel ein Bild der unerschütterlichen Entschlossenheit der kubanischen Regierung, die vor den Forderungen aus Washington nicht zurückweichen wird. Besondere Schärfe gewann seine Rede vor dem Hintergrund der gespannten Beziehungen zwischen den USA und Venezuela, einem langjährigen Verbündeten Kubas. Die Warnung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump auf der Plattform Truth Social, Kuba solle besser schnell einen Deal schließen, hob lediglich den Druck auf Havanna.
Doch was konkret gefordert wird, blieb so nebulös wie dampfender kubanischer Kaffee. Während der Kundgebung, die auch den 32 bei dem Angriff in Caracas getöteten kubanischen Sicherheitsbeamten gewidmet war, fand Díaz-Canel klare Worte des Widerstands. Mit markigen Aussagen gegen Donald Trump und den US-Senator Marco Rubio erklärte er, Kuba werde sich nicht einschüchtern lassen, selbst wenn die USA die Karibikinsel angreifen würden. Durch den Angriff auf Venezuela, dem kubanischen Wirtschafts- und politischen Partner, steht Kuba vor gewaltigen Herausforderungen. Die schwerste Wirtschaftskrise seit der Revolution droht sich zu verschärfen, insbesondere wenn die ohnehin knappen Ölimporte aus Venezuela weiter ausbleiben. Ein wirtschaftlicher Kollaps ist für die Karibikinsel, die von ihren magischen Stränden und heißblütigen Rhythmen lebt, eine immer greifbarere Bedrohung.

