Kreml weist Merz' Angebot einer Weihnachtswaffenruhe im Ukraine-Konflikt zurück
Der Kreml hat die Aufforderung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz nach einer Weihnachtswaffenruhe im Ukraine-Konflikt vehement zurückgewiesen. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow will Russland keinen Waffenstillstand, der es der Ukraine ermöglichen würde, sich neu zu formieren und den Konflikt fortzusetzen. Moskau strebe vielmehr an, den Krieg zu beenden und seine strategischen Ziele zu verwirklichen.
Friedrich Merz hatte zuvor Kremlchef Wladimir Putin zu einer friedlichen Phase über die Feiertage ermahnt. Diese Idee stieß allerdings in Moskau auf taube Ohren, während Peskow erklärte, dass man Frieden wolle, jedoch nicht unter den aktuellen Bedingungen.
Gleichzeitig gab es in Berlin Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, den USA und Europa über eine mögliche Friedenslösung. Die Teilnehmer, zu denen keine russischen Vertreter gehörten, formulierten einen Vorschlag für eine multinationale Schutztruppe zur Sicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine. Kremlsprecher Peskow ließ jedoch verlauten, dass Moskau bisher nicht über die Ergebnisse dieser Konferenz informiert worden sei. Er äußerte Skepsis gegenüber den europäischen Vorschlägen und bemerkte, dass die Beteiligung der Europäer keinerlei positive Fortschritte verspreche.

