Kontroverser Ausschluss: USA benennt chinesische Unternehmen mit Militärverbindungen
Die US-amerikanische Verteidigungsbehörde hat kürzlich zahlreiche chinesische Unternehmen in eine Liste aufgenommen, die angebliche Verbindungen zum chinesischen Militär behauptet. Darunter befinden sich auch der Technologie- und Spielekonzern Tencent, die Firma für künstliche Intelligenz SenseTime sowie der weltweit größte Batterienhersteller CATL. Diese Entscheidung sorgte für Unmut bei den betroffenen Unternehmen, die ankündigten, gegen die Einstufung vorzugehen.
In den letzten Jahren hat die US-Regierung Maßnahmen ergriffen, um den Austausch fortschrittlicher Technologien mit Bezug zu Halbleitern und künstlicher Intelligenz zu beschränken, da diese als Sicherheitsrisiko eingestuft werden. Die Verteidigungsbehörde aktualisiert jährlich ihre Liste der sogenannten "Chinesischen Militärunternehmen", die in der jüngsten Überprüfung nun 134 Einträge umfasst. Laut dem National Defense Authorization Act von 2024 wird dem Verteidigungsministerium ab Juni 2026 der Umgang mit diesen Firmen untersagt.
Besonders betroffen ist Tencent, dessen Aktienkurs in Hongkong am Dienstag um 7,3% sank. Das Unternehmen erklärte, es betrachte die Aufnahme als Fehlentscheidung und plane, den Sachverhalt mit der Verteidigungsbehörde zu klären und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Tencent, bekannt als der weltweit größte Anbieter von Videospielen und Betreiber der chinesischen Messaging-Plattform WeChat, betonte, dass diese Liste lediglich den Einkauf des Verteidigungsministeriums betrifft und keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft der Gruppe habe.
Ebenfalls auf der Liste ist CATL, das anführt, niemals in militärisch bedingte Geschäfte involviert gewesen zu sein, und dass die Einstufung keinen negativen Einfluss auf die Unternehmensaktivitäten habe. Ähnlich wie Tencent sieht auch CATL die Aufnahme als Fehlentscheidung und plant, aktiv den Dialog mit der Verteidigungsbehörde zu suchen.
SenseTime äußerte indes Kritik an der Entscheidung und nannte sie "faktisch unbegründet". Das Unternehmen unterstrich, dass dies keinen wesentlichen Einfluss auf seine globalen Geschäfte habe und man bemüht sei, im Dialog mit den relevanten Interessengruppen die Sachlage aufzuklären.

