Konstruktive Gespräche: Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst ohne Durchbruch
Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst zwischen Bund und Kommunen schreiten voran, doch ein Ergebnis lässt noch auf sich warten. Nach Informationen von Verhandlungsteilnehmern wird eine Einigung frühestens am Sonntagvormittag erwartet.
Bis dahin sind weitere nächtliche Gesprächsrunden geplant, während die entscheidenden Tarifgremien am Sonntagvormittag erneut zusammenkommen werden. Betroffen von diesen wegweisenden Verhandlungen sind über 2,5 Millionen Beschäftigte, deren Einkommen und Arbeitszeiten neu geregelt werden sollen.
Die Schlichterempfehlung sieht eine zweistufige Anhebung der Gehälter für das laufende und das kommende Jahr vor. Zudem steht die Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Fokus der Gespräche, was für viele Bereiche von der Verwaltung über Kommunalbetriebe bis zu Verkehrsdiensten von Bedeutung ist.
Am Verhandlungstisch treffen Vertreter der Gewerkschaften Verdi und dbb Beamtenbund auf die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände VKA sowie das Bundesinnenministerium. Trotz der zähen vierten Verhandlungsrunde, die seit Samstagvormittag läuft, beschreiben Teilnehmer die Gesprächsrunden als konstruktiv.
Sollte jedoch keine Einigung erzielt werden, droht eine Urabstimmung als Vorstufe zu möglichen unbefristeten Streiks.

