Kochboxen-Markt: Hellofresh-Aktie kämpft gegen Verluste

Die Aktien von Hellofresh stehen derzeit unter erheblichem Druck und finden sich in unmittelbarer Nähe ihres Rekordtiefs aus dem Juni 2024 bei 4,422 Euro wieder. Trotz eines Stabilisierungsversuchs nach dem Jahrestief in der vergangenen Woche gerieten die Papiere erneut unter Abgabedruck und schlossen mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 5,20 Euro.
Der Analyst Sven Sauer von Kepler Cheuvreux zeigte sich enttäuscht von den jüngst veröffentlichten Eckdaten für 2025 und sah sich veranlasst, das Kursziel für Hellofresh dramatisch auf 5,50 Euro zu reduzieren. Eine Kaufempfehlung wird nun nicht mehr ausgesprochen. Zwar könne das Unternehmen mit Fortschritten beim Effizienzprogramm punkten und einen erfreulichen Finanzmittelfluss vorweisen, doch die Umsatztrends lassen zu wünschen übrig. Sowohl die traditionellen Kochboxen als auch die Fertigmenüs verzeichnen schwache Verkaufszahlen.
In der Zeit der Corona-Pandemie, genauer gesagt Ende 2021, erlebte Hellofresh einen zuvor unvorstellbaren Höhenflug mit einem Aktienkurs von 97,50 Euro. Dieses Wachstum war den damals geltenden Beschränkungen im Restaurantbetrieb und der Entdeckung der neuen Corona-Variante Omikron geschuldet. Seitdem haben die Aktien jedoch dramatisch an Wert verloren und büßten in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 95 Prozent ihres Wertes ein.

