Koalitionsverhandlungen in Berlin: Union und SPD auf dem Weg zur neuen Bundesregierung
Im politischen Berlin werden derzeit die Weichen für eine neue Bundesregierung gestellt. Mit dem Beginn der intensiven Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und der SPD nehmen die Gespräche Fahrt auf. Insgesamt 16 Arbeitsgruppen, zusammengesetzt aus jeweils 16 Delegierten der CDU, CSU und SPD, sollen die Details eines neuen schwarz-roten Regierungsprogramms ausarbeiten. Damit sitzen insgesamt 256 Politikerinnen und Politiker aus unterschiedlichen politischen Ebenen an einem Tisch, um die Leitlinien der kommenden Amtsperiode zu verhandeln.
Die Arbeitsgruppen haben ein straffes Programm vor sich, da sie innerhalb von zehn Tagen zu Ergebnissen kommen sollen. Eine Steuerungsgruppe sorgt dabei für die notwendige Verzahnung der Prozesse, während sich die finale Verhandlungsgruppe schließlich mit den Parteispitzen um Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Saskia Esken und Markus Söder zusammensetzt. Grundlage ihrer Arbeit sind die in Sondierungen festgelegten Kernthemen, obwohl noch vielfältige Aspekte offen sind, die geklärt werden müssen.
Sobald ein Koalitionsvertragentwurf steht, bedarf es noch der Zustimmung der beteiligten Parteien. Die SPD plant, die Meinung ihrer Mitglieder einzuholen. CDU-Chef Friedrich Merz hat den ehrgeizigen Plan verkündet, die neue Regierung bereits bis Ostern, sprich bis Mitte April, zu formieren.

