Klimaschutz braucht stärkere soziale Flankierung
Landesregierung muss jetzt handeln, um teure Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft zu verhindern

10. Oktober 2025, 11:22 Uhr · Quelle: LifePR
Der Bericht des Klima-Sachverständigenrats kritisiert den Mangel an Klimaschutzplänen in Baden-Württemberg. Organisationen fordern Investitionen in grüne Infrastruktur und soziale Maßnahmen für einen gerechten Wandel.

Stuttgart, 10.10.2025 (lifePR) - Gemeinsamer Kommentar von BUND, DGB, AWO, Caritas, Diakonie und Paritätischer Baden-Württemberg

Am heutigen Freitag, den 10. Oktober 2025, hat der Klima-Sachverständigenrat der baden-württembergischen Landesregierung eine Stellungnahme zum Fortschritt des Klimaschutzes im Südwesten der Öffentlichkeit vorgestellt. Einen besonderen Fokus legt der Bericht auf eine sozial gerechte Klimapolitik. BUND, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), AWO, Caritas, Diakonie und Paritätischer in Baden-Württemberg kommentieren dazu gemeinsam:

„Die Treibhausgas-Emissionen gehen im Südwesten zwar zurück. Das liegt aber weitestgehend an einer lahmenden Wirtschaft. Der vorliegende Bericht des Klima-Sachverständigenrates zeigt, dass die Landesregierung keinen gemeinsamen Plan hat, wie sie ihre eigenen Klimaschutzziele einhalten und die Klimakrise eindämmen will“, erklärtMartin Bachhofer, Landesgeschäftsführer des BUND Baden-Württemberg. „Wir begrüßen es auch als Umweltverband sehr, dass der Klima-Sachverständigenrat sich der Frage einer sozial gerechten Klimapolitik angenommen hat. Klimaschutz schaffen wir nur gemeinsam.

Von der Landesregierung erwarten wir, dass sie anders als beim letzten Bericht den Empfehlungen ihres Expertengremiums folgt und etwa einen Teil der beträchtlichen Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes in die Sanierung öffentlicher Gebäude und Sozialimmobilien lenkt. Insbesondere in den Bereichen Wärme und Mobilität sind sofort enorme Investitionen notwendig, um ein klimaneutrales Leben in Zukunft zu ermöglichen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen wie beispielsweise Investitionen in grüne Wärmeinfrastruktur und sozialflankierte Quartierssanierungen sind vorrangig und dringend.“

„Fehlende Investitionen in Klimaschutz heute führen zu massiven Mehrbelastungen morgen – und das trifft insbesondere Menschen mit geringeren Einkommen. Daher müssen gerade finanziell schwächere Bevölkerungsschichten mitgenommen werden. “, erklärtDr. Marco Lang, Vorstand der AWO Württemberg und stv. Vorsitzender der LIGA der freien Wohlfahrtspflegefür die beteiligten Wohlfahrtsverbände. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass der Klima-Sachverständigenrat die soziale Dimension der Klimapolitik in den Blick genommen hat und sich mit der Frage beschäftigt, was eine sozial gerechte Klimapolitik ausmacht. Das Gremium zeigt dabei auch explizit auf, wie Baden-Württemberg sofort konkret tätig werden kann. Um nur zwei Beispiele herauszugreifen: Der Ausbau des Stromsparchecks, mit dem einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen unterstützt und gleichzeitig CO₂-Emissionen reduziert werden, zu einem landesweiten Programm. Sowie die Einführung eines Klima-Tickets BW, das Mobilität für Kinder, Rentner*innen und Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar macht.”

„Klimaschutz ist dann erfolgreich, wenn soziale Gerechtigkeit immer mitgedacht wird und er für alle Menschen leistbar ist. Der Klima-Sachverständigenrat setzt hier den richtigen Impuls. Jetzt ist die Landesregierung am Zug: Sie muss einen wirtschaftlichen Aufbruch im Zeichen des Klimaschutzes organisieren. Branchen rund um Effizienztechnologien und Kreislaufwirtschaft sind Zukunftsbranchen. Als Innovationstreiber stärken sie die industrielle Basis im Land und sind von hoher Bedeutung für Arbeitsplätze im Land“, erklärtKai Burmeister, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg. „Mit einem klaren Blick auf den Klimaschutz kann Baden-Württemberg technologisch die Nase vorn haben – das ist gut fürs Klima und gut für Arbeitsplätze.“

Unterstützung für weitere Forderungen des Klima-Sachverständigenrates

Das Bündnis setzt sich für sozial ausgewogenen Klimaschutz und seine gerechte Finanzierung ein und unterstützt deshalb auch die weiteren Forderungen des Klima-Sachverständigenrates, die u.a. lauten:

  • nach Einkommen gestaffelte Förderungen, die den Umstieg auf klimaneutrale Lebensführung für alle Bevölkerungsschichten ermöglichen,
  • Umsetzung der Mobilitätsgarantie – so genannte “One-Stop-Shops” als kostenfreie Beratungen aus einer Hand zum Umstieg auf klimafreundliche Technologien, z.B. bei Sanierung oder Mobilität,
  • die begleitende Evaluation zur sozialen Ausgewogenheit aller Klimaschutzförderungen des Landes.

Hintergrund:

Am 10. Oktober 2025 hat der Klima-Sachverständigenrat der baden-württembergischen Landesregierung seine Stellungnahme zum Fortschritt des Klimaschutzes im Südwesten der Öffentlichkeit vorgestellt – diesmal mit einem besonderen Fokus auf eine sozial gerechte Klimapolitik. Die Sachverständigen gehen darin intensiv auf die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen ein und äußern ihre Besorgnis, dass zwar die Folgen des Klimawandels immer spürbarer werden, das Thema aber aus den politischen Debatten verschwindet und Klimaschutzmaßnahmen abgeschwächt werden. Der Klima-Sachverständigenrat zeigt sich außerdem besorgt, dass die Landesregierung weiterhin kein Klimaschutz-Sofortprogramm auf den Weg gebracht hat und betont, dass ohne konsequenten Klimaschutz negative Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft drohen.

Mehr Informationen:

Familie & Kind / Klimaschutz / Sozialer Klimaschutz / Baden-Württemberg / Klima-Ticket
[lifepr.de] · 10.10.2025 · 11:22 Uhr
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