Klage von Donald Trump in London abgeschmettert
Die juristische Offensive des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegen eine britische Beratungsfirma wegen eines brisanten Dossiers erfährt einen Rückschlag vor dem Londoner High Court. Trumps Zivilklage gegen die Firma Orbis Business Intelligence wurde von der zuständigen Richterin als aussichtslos eingestuft und demnach abgewiesen. Die Entscheidung kommt noch vor der Einleitung eines Hauptverfahrens.
Im Zentrum des Streits stand ein Dossier, das Inhalte zur vermeintlichen Beteiligung Trumps an dubiosen Aktivitäten in Russland kolportierte. Verfasst von dem früheren britischen Geheimdienstmitarbeiter Christopher Steele, behauptete es, dass russische Geheimdienste kompromittierendes Material über Trump besäßen, insbesondere im Hinblick auf Ereignisse in einem Moskauer Hotel im Jahr 2013.
Donald Trump, der seine Präsidentschaftskandidatur für die bevorstehenden US-Wahlen nicht unbeeinträchtigt lassen möchte, hat Anschuldigungen, an fragwürdigen Festivitäten in Russland teilgenommen zu haben, zurückgewiesen. Seine Klage richtete sich gegen die Verletzung der Privatsphäre und den damit verbundenen Reputationsverlust. Sein Klageweg zielt darauf ab, seinen Ruf zu rehabilitieren, wie sein Rechtsbeistand mit Verweis auf die Aussagen von Trump erklärt hat.
Währenddessen verteidigte sich Orbis Business Intelligence damit, dass das besagte Dossier keinesfalls für öffentliche Kreise gedacht gewesen sei. Es sei somit die Webseite BuzzFeed, die das Dokument erstmalig publizierte, die sich dem Rechtsstreit stellen müsse, argumentierten die Anwälte der Verteidigung.
Die Gerichtsrichterin sieht in Trumps langjähriger Untätigkeit gegen die Vorwürfe einen wesentlichen Aspekt der Ablehnung der Klage und stellt ihm damit einen strengen Verweis aus. (eulerpool-AFX)

