Kinderfreibetrag und Kindergeld: Regierung debattiert weiter
Im Streit innerhalb der Koalition über den Kinderfreibetrag und das Kindergeld ist noch keine Entscheidung gefallen. Ein Regierungssprecher teilte mit, dass derzeit geprüft werde, welche Auswirkungen die aktuellen Lohnentwicklungen, die Inflation und andere Faktoren auf die zugrunde liegenden Berechnungen haben. Anschließend müsse festgestellt werden, ob neben der Anpassung des Freibetrags auch eine Anpassung des Kindergelds erforderlich und möglich sei. Die Gespräche würden in den nächsten Wochen innerhalb der Regierung geführt.
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) strebt eine Anhebung des Steuerfreibetrags für Kinder an, ohne gleichzeitig das Kindergeld zu erhöhen. Dies hält SPD-Chef Lars Klingbeil für ungerecht, da nur Familien mit sehr hohen Einkommen entlastet werden würden. Das Kindergeld für niedrigere Einkommen soll hingegen unverändert bleiben. Die FDP betont, dass das Kindergeld bereits im Jahr 2023 auf 250 Euro erhöht wurde und der Kinderfreibetrag in der Steuer entsprechend angepasst werden solle. Es sei nichts anderes geplant.
Eltern erhalten automatisch entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft, welche Option für sie günstiger ist. Der Freibetrag lohnt sich in der Regel nur bei höheren Einkommen. Zum 1. Januar wurde der Freibetrag bereits von 6024 Euro auf 6384 Euro angehoben und soll laut den Plänen des Finanzministeriums rückwirkend auf 6612 Euro steigen. Das Kindergeld wurde im Jahr 2023 auf einheitlich 250 Euro pro Monat und Kind erhöht. (eulerpool-AFX)

