Kiews Appell für Taurus: Ein heikles Thema für Berlin
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat jüngst das fortdauernde Interesse seines Landes an den deutschen Marschflugkörpern vom Typ Taurus bekundet. Auf die Frage nach der Notwendigkeit dieser bis zu 500 Kilometer weit reichenden Waffen zur Verteidigung gegen den russischen Angriff antwortete er mit einem klaren 'Ja'. Doch ob tatsächlich eine Entscheidung in dieser Angelegenheit getroffen wird, steht weiterhin in den Sternen.
Bereits vor einigen Jahren klopfte Kiew bei Berlin für eine Taurus-Lieferung an. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz leistete jedoch Widerstand, getrieben von der Furcht vor einer möglichen weiteren Eskalation des Konflikts. Dagegen signalisierte sein Nachfolger Friedrich Merz eine offenere Haltung und schloss eine solche Lieferung nicht kategorisch aus.
Seit nunmehr vier Jahren wütet der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Dabei greift Moskau systematisch auch das ukrainische Hinterland mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern an. Aus Sicht Kiews sind die Taurus-Raketen unabdingbar, um strategisch bedeutsame Militäroperationen im russischen Gebiet zu ermöglichen.

