KI-Turbulenzen: Oracles Quartalszahlen lassen Aktie stürzen
Die jüngsten Zahlen des US-Cloud-Giganten Oracle sorgen für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Nachdem die Quartalsberichte bekannt wurden, erlitt die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate einen deutlichen Rücksetzer und fiel um fast 12 Prozent auf 168,85 Euro, was etwa 197,5 Dollar entspricht. Dadurch wurde ein neuerlicher Schatten auf das sonst so strahlende Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) geworfen. Auch andere KI-affine Unternehmen wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen und die Technologiebörse Nasdaq in den USA startete zurückhaltend in den Handel.
Marktbeobachter bemerken, dass insbesondere die unerwartet schwachen KI-Umsatzzahlen von Oracle bei den Anlegern für Unmut sorgten. Zudem kündigte der verschuldete Konzern Investitionserhöhungen an, was Zweifel an der anhaltenden Nachfrage nach den KI-Cloud-Diensten des Unternehmens nährte. Analyst Brent Thill von Jefferies bemerkte, dass der KI-Sektor zwar anziehende Geschäfte verzeichnet, jedoch die damit verbundenen Kosten nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Trotz des jüngsten Einbruchs sieht Thill insgesamt mehr Chancen als Risiken für die Oracle-Aktie.
Oracle hatte zuvor stark vom KI-Boom profitiert, was sich im Kursverlauf widerspiegelte. Noch im September kletterte die Aktie auf fast 350 Dollar, bevor sie zurückfiel. Eine Erholung gelang erst im November, als der Kurs nach einem Rückgang auf knapp 186 Dollar wieder zulegte. Auch die Aktie des deutschen Softwareherstellers SAP fiel aufgrund der Entwicklungen um beinahe drei Prozent auf 205,00 Euro, wobei der Wert im DAX-Index das Schlusslicht bildete. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erklärte, dass die erneut hohen Investitionen im KI-Bereich nach den neuen Oracle-Zahlen als beunruhigend angesehen werden.

