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KI trifft Krypto – Gerüchte um Milliarden-Übernahme lassen Aktie um 30 % explodieren

29. Juni 2025, 18:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Der KI-Infrastrukturanbieter CoreWeave plant offenbar die Übernahme des einst insolventen Bitcoin-Miners Core Scientific. Anleger feiern die Fusion zweier Trendthemen – doch nicht jeder ist überzeugt.

Spekulation mit Sprengkraft

Wall Street, Donnerstagmorgen: Noch bevor die Börse öffnet, berichten Insider über eine mögliche Übernahme, die zwei besonders volatile Märkte zusammenbringen könnte.

CoreWeave, einer der am schnellsten wachsenden Anbieter für KI-Rechenzentren, will sich offenbar den Bitcoin-Miner Core Scientific einverleiben. Die Reaktion? Ein Kursfeuerwerk: Die Aktie von Core Scientific schießt um über 28 % nach oben.

Quelle: Eulerpool

Noch ist nichts bestätigt. Aber allein die Möglichkeit eines solchen Deals reicht, um Fantasie in die Aktie zu bringen. Anleger setzen auf eine strategische Fusion – und die Aussicht, dass zwei Hochrisikosektoren gemeinsam zu einer neuen Wachstumsstory werden.

Vom Chapter 11 zum Milliardenziel

Dass Core Scientific heute überhaupt wieder Thema ist, grenzt fast an ein Wunder. Nach dem Börsengang per SPAC im Jahr 2022 und dem Krypto-Crash Ende desselben Jahres schien das Unternehmen am Ende: Insolvenz unter Chapter 11, verunsicherte Investoren, hoher Schuldenberg.

Doch die Restrukturierung gelang. Seit der Rückkehr an die Nasdaq geht es wieder aufwärts. Die jüngsten Zahlen sprechen für sich: Im ersten Quartal 2025 meldete der Konzern einen Gewinn von 580 Millionen Dollar – nach einem Verlust von über 265 Millionen im Vorjahr.

Ein Turnaround, wie ihn selbst optimistische Marktbeobachter kaum erwartet hatten.

Bitcoin meets GPU: CoreWeave will sich die Rechenzentren von Core Scientific sichern – denn KI-Modelle benötigen riesige Mengen Strom und Kühlkapazität.

Warum ausgerechnet CoreWeave?

CoreWeave ist in Deutschland kaum bekannt, in den USA aber längst einer der größten Spieler für spezialisierte KI-Infrastruktur. Das Unternehmen betreibt Tausende GPUs in Hochleistungsrechenzentren – und braucht dringend Energie, Platz und Kühlleistung, um weiter zu wachsen.

Hier kommt Core Scientific ins Spiel. Beide Unternehmen sind bereits vertraglich verbunden: 200 Megawatt an Infrastruktur nutzt CoreWeave schon heute bei Core Scientific. Eine Übernahme wäre also weniger ein Einstieg, sondern eher ein Auskaufen aus der Abhängigkeit.

Gleichzeitig würde CoreWeave mit dem Deal Zugriff auf eigene Energieinfrastruktur bekommen – ein wichtiger Vorteil in einem Markt, in dem KI-Modelle nicht nur datenhungrig, sondern auch stromfressend sind.

Quelle: Eulerpool

Timing, Bewertung, Fragezeichen

Noch ist unklar, zu welchem Preis CoreWeave diesmal bietet. Beim ersten Versuch im Sommer 2024 lag das Angebot bei 5,75 Dollar pro Aktie – in bar. Damals lehnte das Management von Core Scientific ab. Und das war offenbar klug: Mittlerweile liegt die Bewertung an der Börse bei rund 3,6 Milliarden Dollar.

Ein Angebot unterhalb dieser Marke dürfte kaum Chancen haben – alles darüber wird teuer. Und birgt Risiken. Denn auch wenn sich Core Scientific stark erholt hat, bleibt das Geschäftsmodell volatil. Der Bitcoin-Preis schwankt, die Energiepreise steigen – und politische Unsicherheiten rund um das Mining-Geschäft nehmen zu.

Die Märkte feiern – aber zu Recht?

Anleger lassen sich vom aktuellen Momentum leiten. KI boomt, Bitcoin steigt, der Deal verspricht Synergien. Doch Kritiker mahnen zur Vorsicht. Denn eine Übernahme zwischen zwei kapitalintensiven, stark schwankenden Branchen ist kein Selbstläufer.

CoreWeave müsste nicht nur viel Geld in die Hand nehmen – sondern auch beweisen, dass sich Mining-Infrastruktur für KI-Zwecke effizient und dauerhaft umnutzen lässt.

Und dann ist da noch das geopolitische Risiko: Sollte die US-Regierung künftig Mining strenger regulieren – etwa aus Umweltschutz- oder Energiegründen – könnte auch CoreWeave in den Sog geraten.

Finanzen / Unternehmen
[InvestmentWeek] · 29.06.2025 · 18:00 Uhr
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