KI-Rivalen buhlen um Super-Bowl-Publikum: Ein teures Werbespektakel
Beim Super Bowl, dem hochkarätigen Finale der NFL, erregten die Tech-Giganten OpenAI und Anthropic mit kostspieligen Werbespots die Aufmerksamkeit der Zuschauer. OpenAI, bekannt für seinen KI-Bot ChatGPT, hob in seiner Kampagne die beeindruckenden Programmiertalente der Software hervor. Anthropic hingegen nutzte die Bühne für eine subtile Spitze gegen Werbeeinblendungen und betonte, dass ihre KI, Claude, nutzerfreundlich und werbefrei bleibt. Dies kommt zu einem Zeitpunkt, an dem OpenAI plant, in den USA erste Werbeanzeigen zu testen.
Anthropic entschärfte die Botschaft der Spots im Vergleich zu einer zuvor veröffentlichten Version. Während ursprünglich der Slogan lautete: "Werbung kommt in die KI. Aber nicht zu Claude.", endete die finale Version diplomatischer mit: "Es gibt eine Zeit und einen Ort für Werbung. Aber Ihre Unterhaltungen mit KI sollten nicht dazu gehören."
OpenAI-CEO Sam Altman äußerte öffentliche Kritik an den Anthropic-Spots. Er warf dem Konkurrenten vor, in die Irre zu führen und stellte klar, dass OpenAI-Werbung in einer solch manipulativen Art niemals umsetzen würde. Die immense Reichweite des Super Bowl, der als das meistgesehene TV-Event in den USA gilt, macht es verständlich, warum Unternehmen wie Google die Gelegenheit ergriffen, um ihre KI-Innovation Gemini zu bewerben.
Zusätzliches Getuschel im Netz verursachte ein angeblich geleakter OpenAI-Werbespot, der jedoch umgehend als "Fake" deklariert wurde. Der Clip zeigte futuristische Ohrhörer und ein glänzendes, ovales Gerät. Im Hintergrund arbeitet OpenAI zusammen mit dem ehemaligen iPhone-Chefdesigner Jony Ive an neuartigen technologischen Entwicklungen für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

