Kering mit gutem Weihnachtsgeschäft - Anleger erfreut

Die Gucci-Muttergesellschaft ist gezwungen die Logistik und Produktion umzustellen, während sie auf das Abklingen der Epidemie wartet.

Der Ausbruch stoppte den guten Lauf von Kering im vierten Quartal und im Januar. Der Umsatz des Unternehmens, zu dem auch die Marken Saint Laurent, Bottega Veneta und Balenciaga gehören, stieg im Quartal um 11 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro.

Laut Kering-Management waren die Verkäufe im Januar außergewöhnlich groß, insbesondere bei der wichtigen chinesischen Kundschaft. Aber das war, bevor der Ausbruch des Coronavirus' am Ende des Monats seinen Tribut forderte.

"Wir haben in den letzten zehn Tagen einen starken Kunden- und Verkaufsrückgang verzeichnet", sagte Francois-Henri Pinault, der französische Milliardär, der Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär von Kering ist.

Die Hälfte der Geschäfte des Konzerns auf dem chinesischen Festland sei geschlossen, sagte er. In den noch geöffneten Geschäften seien die Öffnungszeiten reduziert worden. Kering ändert nun die Produktionspläne und die Verteilung der Lagerbestände, um der geringeren Nachfrage in China Rechnung zu tragen.

"Wir sind jetzt dabei, diese Bestände markenspezifisch auf andere Regionen der Welt umzuverteilen, so dass wir in China nicht zu große Lagerbestände haben", sagte Pinault.

Chinesische Käufer sind die wichtigste Kundengruppe der Branche. Laut Bain & Company stehen sie für etwa 35 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes. Bei Kering liefern sie etwas mehr als 30 Prozent des Umsatzes, so das Management.

2019 kam Kering insgesamt auf einen Umsatz von 15,88 Milliarden Euro, ein um Währungsschwankungen und andere einmalige Einflüsse bereinigter Anstieg von 13 Prozent. Der Nettogewinn fiel auf 2,31 Milliarden von 3,71 Milliarden Euro. 2018 war der Gewinn durch einen Sonderertrag aus dem Verkauf eines Teils der Beteiligung am Sportbekleidungshersteller Puma aufgebläht worden. Im abgelaufenen Jahr schlug eine Steuernachzahlung in Italien von 1,25 Milliarden Euro zu Buche.

So reagieren die Kering-Aktien

Kering haben nach den Zahlen für das vergangene Jahr deutlich zugelegt. Kering-Aktien kletterten in Paris um 6,27 Prozent auf 598,00 Euro. Sie befinden sich trotz des Anstiegs aber noch unter dem Ende Januar markierten Allzeithoch. Wegen der Bedeutung des chinesischen Marktes hatte der Wert unter den Sorgen um die Folgen des Coronavirus in China gelitten.

Analyst Luca Solca von Bernstein sprach in einer ersten Einschätzung von einem weiteren starken Quartal. Besonders die Entwicklung der Marke Gucci sei beindruckend gewesen.

PARIS (Dow Jones) / (dpa-AFX Broker)

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[finanzen.net] · 12.02.2020 · 18:01 Uhr
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