Keine Entspannung in der US-Europapolitik: Brantners mahnende Worte
Franziska Brantner, Vorsitzende der Grünen, sieht nach der Rede des US-Außenministers Marco Rubio keinen Anlass zur Entspannung in den transatlantischen Beziehungen. Trotz eines versöhnlicheren Tons bleibt Rubio fest auf der Linie des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, wie Brantner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in München bekundete. Dies unterstreicht ihrer Meinung nach die Notwendigkeit für Europa, eigenständiger und robuster zu agieren.
Brantner warnt davor, sich angesichts der aktuellen Lage in einer trügerischen Sicherheit zu wiegen. Sie ruft die Europäer dazu auf, proaktiv zu handeln und ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Besonders besorgniserregend findet sie Rubios kritische Haltung gegenüber dem Freihandel, was als klares Signal an die Europäer gesehen werden sollte.
Zudem zeigt sich Brantner betroffen über den Zustand der deutsch-französischen Beziehungen, die sie als "eher zerrüttet" beschreibt. Ein starkes Europa sei ohne Frankreich nicht realisierbar. In diesem Zusammenhang plädiert sie für einen Dialog über die künftige nukleare Abschreckung in Europa, wobei sie jedweden deutschen Alleingang kategorisch ausschließt, aber eine enge Abstimmung mit den europäischen Partnern einfordert.

