Karate-Kicks statt Zombie-Kills: Call of Duty 2027 will die Formel komplett neu erfinden
Während die Community von Call of Duty gerade tief in der vierten Saison des aktuellen Ablegers Black Ops 6 steckt und gespannt auf die Enthüllungen zu Black Ops 7 auf der Gamescom im August wartet, wirft ein Donnerschlag aus der Gerüchteküche einen langen Schatten voraus. Während der jährliche Rhythmus der Giganten-Marke mit den sich abwechselnden Modern Warfare- und Black Ops-Iterationen so vorhersehbar scheint wie der Sonnenaufgang, deutet nun alles auf einen radikalen Bruch mit dieser Tradition hin. Einem glaubwürdigen Insider zufolge soll das für 2027 geplante Call of Duty von Sledgehammer Games die Ketten sprengen und die Franchise in eine völlig neue, unerwartete Richtung katapultieren.
Sledgehammer Games: Die ewigen Innovatoren?
Sledgehammer Games, das jüngste der „Großen Drei“ Studios im Call of Duty-Kosmos, hat eine bewegte Geschichte. Einst als Co-Entwickler für das legendäre Modern Warfare 3 (2011) an Bord geholt, hat das Studio seitdem immer wieder bewiesen, dass es bereit ist, Risiken einzugehen. Mit dem futuristischen und kontrovers diskutierten Advanced Warfare (2014) wagten sie den Sprung in die Zukunft, mit WW2 (2017) eine Rückkehr zu den Wurzeln und mit Vanguard (2021) einen erneuten, wenn auch weniger erfolgreichen, Ausflug in den Zweiten Weltkrieg. Zuletzt schloss sich der Kreis, als sie 2023 die Hauptverantwortung für Modern Warfare 3, den dritten Teil der Reboot-Reihe, übernahmen. Nun scheint Sledgehammer bereit zu sein, ihren Ruf als Innovator erneut unter Beweis zu stellen und die Franchise aus ihrer Komfortzone zu reißen.
Ein Schlag ins Gesicht der Erwartungen: Karate, Kicks und keine Untoten
Der bekannte Call of Duty-Insider „TheGhostOfHope“ hat auf Twitter eine Bombe platzen lassen, die die Community in Aufruhr versetzt. Seinen Informationen zufolge wird Sledgehammers nächster großer Wurf kein Nachfolger zu Advanced Warfare, wie zuvor lange gemunkelt wurde. Stattdessen soll das Studio eine komplett neue Subserie erschaffen, die in der Gegenwart angesiedelt ist. Das wohl schockierendste Detail: Obwohl Sledgehammer den kooperativen Zombie-Modus in fast all seine bisherigen Titel integriert hat, soll Call of Duty 2027 komplett darauf verzichten. Die wahre Revolution liegt jedoch im Gameplay: Ähnlich wie bei Black Ops 6 soll die Bewegungsfreiheit eine zentrale Rolle spielen, allerdings auf eine nie dagewesene Weise. Die Rede ist von Martial-Arts- und Karate-Elementen, inklusive Tritten und Handschlägen als Teil des Kern-Movements.
Das Ende der Zweier-Herrschaft?
Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, wäre Sledgehammers Titel das erste Call of Duty seit fünf langen Jahren, das weder den Namen Modern Warfare noch Black Ops trägt. Nach dem Back-to-Back-Release von Modern Warfare 2 (2022) und 3 (2023), dem aktuellen Black Ops-Doppelpack für 2024 und 2025 und dem für 2026 gemunkelten Modern Warfare 4 von Infinity Ward, wäre dies eine mehr als willkommene Abwechslung. Es ist die frische Brise, nach der sich viele Fans sehnen, besonders nachdem Vanguard daran scheiterte, sich als dritte große Säule neben den beiden Platzhirschen zu etablieren. Während sich die einen über die Aussicht auf etwas völlig Neues freuen, müssen Fans von Advanced Warfare ihre Hoffnungen auf einen Nachfolger wohl auf unbestimmte Zeit begraben.
Bis wir Gewissheit haben, werden noch gut zwei Jahre vergehen. Doch die Vorstellung eines Call of Duty, das alte Zöpfe abschneidet und sich traut, so radikal anders zu sein, ist ohne Frage das Aufregendste, was wir seit Langem aus der Gerüchteküche gehört haben.


