Kanzler Merz kontert Trump: Ausschluss Putins aus G8 bleibt gerechtfertigt
Bundeskanzler Friedrich Merz hat entschieden auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump reagiert, der den Ausschluss von Kremlchef Wladimir Putin aus der G8-Runde als Fehlentscheidung bezeichnet hatte. In einem Interview am Rande des G7-Gipfels in Kanada verteidigte Merz die Entscheidung von 2014 als notwendige Maßnahme angesichts der Annexion der Krim durch Russland.
Merz betonte, dass am G7-Tisch kein Platz für Personen sei, die Kriege führen oder für Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht werden können. Während des Treffens, zu dem die führenden Industriestaaten USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die Europäische Union zusammenkommen, sorgte Trump mit seiner Aussage für Aufsehen.
Er bezeichnete den Ausschluss Russlands aus der Gruppe als 'großen Fehler'. Merz entgegnete, dass eine Rückkehr Putins, besonders nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, für die Europäer ausgeschlossen sei. Der scharfe Ton von Merz verdeutlicht die anhaltenden Spannungen innerhalb des westlichen Bündnisses bezüglich des Umgangs mit Russland.
Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr Russlands in die internationale Gemeinschaft bleibt hochpolitisch und emotional aufgeladen.

