JU-Chef Winkel warnt Prien vor Elterngeld-Kürzungen
Berlin - Aus der Union kommt scharfe Kritik an den Sparplänen beim Elterngeld. Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, attackiert das Vorhaben, bei der Lohnersatzzahlung 350 Millionen Euro im Jahr zu sparen.
"Die Bundesregierung befindet sich in einem Reformprozess, um die Folgen des demographischen Wandels abzufedern", sagte Winkel dem "Spiegel". Eine Kürzung des Elterngeldes würde die Ursache und den Auslöser des gesamten Reformvorhabens noch verschärfen. "Das ist nicht nur unlogisch, sondern führt den Reformprozess an sich ad absurdum", warnte der 35-Jährige.
Der JU-Chef warnt seine Partei vor einem Vertrauensverlust. "Für die CDU geht es um mehr als den Umfang einer Lohnersatzzahlung", sagte Winkel. "Es geht um unseren Ruf als Familienpartei. Und um die Frage, ob und wer in Deutschland die Interessen der jungen Generation und junger Familien inmitten der demographischen Krise wahrnimmt."


