Japanische Dienstleistungsinflation: Ein Signal für nachhaltige Preisstabilität
Der jüngste Anstieg des Dienstleistungsproduzentenpreisindexes in Japan hebt die Bedeutung steigender Arbeitskosten hervor und stützt die Überzeugung der Zentralbank, dass die Inflation nachhaltig um das Ziel von 2% stabilisiert werden kann. Wie aktuelle Daten zeigen, stieg im August der Preisindex, der die Preise abbildet, die Unternehmen sich gegenseitig für Dienstleistungen berechnen, um 2,7% im Vergleich zum Vorjahr.
Dies ist ein Anstieg gegenüber dem revidierten Plus von 2,6% im Juli. Ein wesentlicher Treiber dieses Anstiegs sind die Hotelpreise, die im Jahresvergleich um 7,6% zulegten, was eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem 5,4%-Zuwachs im Juli darstellt. Diese Entwicklung widerspiegelt die robuste Nachfrage durch den anziehenden Tourismus, die sich auf die Preisstruktur im Hotelgewerbe auswirkt.
Die Bank of Japan (BOJ) hatte im vergangenen Jahr ihr langjähriges, umfangreiches Stimulusprogramm beendet und im Januar die kurzfristigen Zinssätze auf 0,5% angehoben. Dies geschah in der Erwartung, dass das Land kurz davor steht, sein Inflationsziel von 2% auf dauerhafte Weise zu erreichen. Aufgrund einer Verbraucherpreisinflation, die seit über drei Jahren über der 2%-Marke liegt, hat die Zentralbank signalisiert, bereit zu sein, die Kreditkosten weiter zu erhöhen, sofern die Wirtschaft sich moderat erholt.

