Izchak Herzog verteidigt Israels Vorgehen und betont Frieden mit Deutschland
Israels Präsident Izchak Herzog hat im Vorfeld seines Berlin-Besuchs die militärische Strategie seines Landes im Gazastreifen unmissverständlich verteidigt. In einem Interview mit dem ZDF betonte er, dass Israel die Prinzipien des humanitären Völkerrechts respektiere und stets um die Linderung menschlichen Leids in Konfliktzonen bemüht sei.
Herzog zeigte sich des Leids der Menschen in Gaza bewusst, warnte jedoch eindringlich vor der Bedrohung durch die Hamas. Die radikale Gruppe nutze zivile Strukturen für terroristische Zwecke und stelle eine Gefahr dar, die von Israel nicht ignoriert werden könne. Er stellte klar, dass die Hamas nicht das Wohl der Bevölkerung im Sinn habe, während Israel gezielte Maßnahmen unternehme, um humanitäre Unterstützung zu gewährleisten.
Trotz Berichten humanitärer Organisationen, wonach Israel die Lieferung von Lebensmitteln und anderen Gütern blockiere, erklärte Herzog, dass es sich dabei um Desinformation der Hamas handle. Er betonte, dass eine Freilassung der israelischen Geiseln durch die Hamas die Lage im Gazastreifen entscheidend verbessern würde.
Der Besuch in Berlin ist ein feierlicher Anlass, da Deutschland und Israel den 60. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen begehen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Herzog mit militärischen Ehren empfangen. Bei Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz steht auch die Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten im Vordergrund.
Herzog betonte in einem Interview, dass die historischen Versöhnungsprozesse zwischen Deutschland und Israel Hoffnung für eine Friedenslösung mit den Palästinensern bieten.

