IWF-Rettungsanker für Argentinien in Sicht
Der Internationale Währungsfonds (IWF) plant, Argentinien durch einen weiteren Milliardenkredit unter die Arme zu greifen. Auf Arbeitsebene wurde eine Kreditlinie in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren vereinbart. Doch bevor die finanziellen Mittel fließen können, bedarf es noch der Zustimmung des Exekutivdirektoriums, die in den nächsten Tagen erwartet wird.
Argentinien ist gegenwärtig der größte Schuldner des IWF und hat bereits Verpflichtungen in Höhe von über 44 Milliarden US-Dollar. Der neue Kredit soll dem südamerikanischen Land helfen, seine Zinszahlungen an den IWF zu bewältigen und gleichzeitig die Währungsreserven der Zentralbank zu stärken.
In der Vergangenheit war das Verhältnis zwischen Argentinien und dem IWF von Spannungen geprägt, da viele Argentinier den Fonds für die sozialen Härten nach der Staatspleite Anfang der 2000er-Jahre verantwortlich machen. Doch der aktuelle ultraliberale Präsident des Landes, Javier Milei, hat mit einem radikalen Reformpaket für Aufsehen gesorgt.
Durch Maßnahmen wie den Abbau öffentlicher Stellen, die Kürzung von Subventionen und das Einstellen der Finanzierung öffentlicher Ausgaben konnten Inflation gesenkt und ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Der IWF lobte die anfänglichen Erfolge der Regierung als "beeindruckend" in ihren Bemühungen, die Wirtschaft zu stabilisieren.

