IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland leicht an
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum Deutschlands in diesem Jahr minimal angehoben. Unerwartet geringere US-Zölle und ein umfangreiches Infrastruktur- und Verteidigungspaket tragen zu dieser optimistischen Einschätzung bei. Deutschland wird laut IWF nun ein Wachstumsplus von 0,1 Prozent verzeichnen. Zuvor galt die Annahme einer wirtschaftlichen Stagnation. Im nächsten Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent steigen, so die Organisation weiter in ihrer Prognose.
Eine kürzlich erzielte Einigung zwischen der Europäischen Union und den USA sieht einen moderaten Zollsatz von 15 Prozent auf die Mehrheit der EU-Exporte vor. Ursprünglich hatte US-Präsident Donald Trump erwogen, die Zölle ab August auf 30 Prozent anzuheben. Die neuen Regelungen betreffen diverse Branchen, darunter die Automobilindustrie, Halbleiter und die Pharmaindustrie, während für Stahl- und Aluminiumimporte weiterhin ein Satz von 50 Prozent gilt.
Auch die Gesamtaussichten für die Eurozone wurden nach oben korrigiert, mit einer Wachstumsprognose von nun 1,0 Prozent – ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das starke wirtschaftliche Wachstum Irlands, das von seinem regen Pharmaexport und Investitionen in die USA profitiert. Trotz dieser positiven Nachrichten bleibt Deutschland im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften der Eurozone auf den hinteren Plätzen.
Spanien zeigt sich weiterhin als Vorreiter, mit einer prognostizierten Wachstumsrate von 2,5 Prozent. Für das kommende Jahr erwartet der IWF ein gesamtes Wachstum der Euroländer von 1,2 Prozent.

