Italienische Kartellbehörde nimmt Meta ins Visier: KI-Chatbots im Zentrum des Wettbewerbsstreits
Die italienische Kartellbehörde AGCM hat ein Verfahren gegen den Social-Media-Giganten Meta eingeleitet und vorläufige Zwangsmaßnahmen verhängt. Der Vorwurf: Missbrauch einer marktbeherrschenden Position im Messaging-Dienst WhatsApp. Dieser Schritt erfolgte, nachdem Meta vertragliche Bedingungen eingeführt hatte, die andere Anbieter von KI-Chatbots ausschließen sollen.
Der Fall hat bereits im Juli seine Anfänge genommen. Meta hat seinen Dienst Meta AI in WhatsApp integriert, was nach Ansicht der Wettbewerbsbehörde die Konkurrenz im Bereich der KI-Chatbots behindert. Um die Angelegenheit auf europäischer Ebene zu koordinieren, arbeitet die AGCM eng mit der Europäischen Kommission zusammen, um eine effektive Lösung für das Verhalten von Meta zu finden.
Meta hingegen zeigt sich entschlossen, gegen die Vorwürfe vorzugehen. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa, dass die Anschuldigungen der italienischen Wettbewerbsbehörde unbegründet seien. Die plötzliche Zunahme von KI-gestützten Chatbots habe das System belastet, das ursprünglich nicht für diesen Anwendungsfall entwickelt worden sei. Meta will sich entschieden gegen die beschlossenen Maßnahmen wehren.

