Israels Präsident Herzog fordert dringende Freilassung israelischer Geiseln aus Gaza und kritisiert UN-Logistik
Israels Präsident Izchak Herzog hat in Estland die sofortige Freilassung der israelischen Geiseln aus der Gewalt der Hamas gefordert. Bei einem Treffen mit dem estnischen Präsidenten Alar Karis äußerte Herzog, die Geiseln befänden sich in akuter Lebensgefahr und forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich für einen Geiseldeal und Waffenstillstand einzusetzen. Herzog präsentierte beeindruckend die Bilder zweier Geiseln, die kürzlich von der Hamas zur Schau gestellt worden waren.
Den Berichten zufolge befinden sich weiterhin 50 israelische Bürger in Gefangenschaft im Gazastreifen, von denen lediglich 20 als lebend gelten. Der physische Zustand der Geiseln ist besorgniserregend, wie jüngste Videos von abgemagerten und erschöpften Personen belegen. Darunter befindet sich auch ein deutscher Staatsbürger.
In einem weiteren Appell rief Herzog zu einem kritischen Blick auf die von der Hamas veröffentlichten Medien über die Zustände in Gaza auf. Trotz der humanitären Hilfe sei Vorsicht geboten, um nicht auf inszeniertes Material hereinzufallen. Herzog betonte, dass Israel humanitäre Hilfen leistet, um die Not in Gaza zu lindern, während die Hamas dazu gedrängt werden müsse, die Geiseln freizulassen.
Der israelische Präsident wies darauf hin, dass Israel kürzlich 30.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen geschickt habe, während die Vereinten Nationen noch 800 Lastwagen mit Hilfsgütern zurückhalten würden. Die UN bestreitet jedoch diese Vorwürfe und kritisiert wiederum Israels militärische Blockaden, die die Verteilung erschweren. Die internationale Kritik fokussiert sich darauf, dass Israel die Kapazitäten zur Hilfsgüter-Einfuhr zu wenig nutzt, trotz einer unlängst erfolgten Freigabe von Lieferungen.

