Israelischer Verteidigungsminister versichert den USA, dass Wiederbesiedlung des Gazastreifens verhindert wird
Der israelische Verteidigungsminister Yoav Galant hat Berichten zufolge den USA versichert, dass er und das Militär eine Wiederbesiedlung des Gazastreifens durch israelische Siedler verhindern werden. Laut dem Nachrichtenportal "Axios" soll Galant diese Zusicherung vergangene Woche bei Gesprächen mit US-Beamten gegeben haben. Demnach soll eine geplante Pufferzone im Gazastreifen vorübergehender Natur sein und ausschließlich sicherheitsrelevanten Zwecken dienen. Der Wiederaufbau von Siedlungen oder Außenposten durch israelische Siedler werde hingegen nicht zugelassen.
Die Aussagen von Galant kommen vor dem Hintergrund einer siedlerfreundlichen Konferenz in Jerusalem, an der auch Minister der rechtskonservativen Regierungspartei Likud teilnahmen. Obwohl auch Minister des Likud anwesend waren, hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu selbst Pläne zur Wiederbesiedlung des Gazastreifens nach dem Krieg als unrealistisch bezeichnet. Einige Mitglieder der rechten Partei sprechen sich jedoch weiterhin für eine Rückkehr israelischer Siedler in den Küstenstreifen aus und fordern sogar eine Abwanderung der Palästinenser, um weitere Gewalttaten zu verhindern.
Israel hatte sich im Jahr 2005 aus Gaza zurückgezogen und dabei mehr als 20 israelischen Siedlungen geräumt. Zwei Jahre später übernahm die islamistische Hamas nach einem blutigen Kampf mit der Fatah-Organisation die alleinige Kontrolle über das Küstengebiet. Dort leben derzeit rund 2,2 Millionen Palästinenser.
Am 7. Oktober verübten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels nahe der Grenze zum Gazastreifen. Mehr als 1200 Menschen wurden dabei getötet. Israel reagierte daraufhin mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Das erklärte Ziel der israelischen Regierung ist es, die Hamas militärisch zu zerschlagen und Geiseln im Gazastreifen zu befreien. (eulerpool-AFX)

