Israelische Gegenoffensive: Militärschläge auf Huthi-Infrastruktur
In einer entschlossenen Reaktion auf einen kürzlichen Raketenangriff in der Nähe von Tel Avivs Flughafen hat das israelische Militär die Infrastruktur der Huthi im Jemen ins Visier genommen. Israel konzentrierte seinen Einsatz auf Einrichtungen, die als bedeutende Einnahmequellen für die Huthi dienen, darunter der Hafen von Hudaida, welcher mutmaßlich für den Transport iranischer Waffen genutzt wird. Auch eine Betonfabrik östlich von Hudaida, die für den Bau militärischer Einrichtungen genutzt wird, geriet ins Visier. Diese Angriffe tragen zur Schwächung der wirtschaftlichen und militärischen Kapazitäten der Huthi bei.
Der Gegenschlag umfasste eine Vielzahl von Zielen, wobei 20 Kampfjets zum Einsatz kamen und insgesamt 50 Munitionsladungen abgeworfen wurden. Diese Angriffe gelten als Reaktion auf wiederholte Raketen- und Drohnenangriffe der jemenitischen Miliz auf israelisches Territorium. Erst kürzlich landete eine Rakete der Huthi-Miliz in der Nähe des Ben Gurion Flughafens in Israel, woraufhin Verteidigungsminister Israel Katz Vergeltung ankündigte. Die Huthi wiederum äußerten Drohungen, den israelischen Flugverkehr weiterhin stören zu wollen.
Der Angriff am Abend wurde laut Berichten der Nachrichtenseite "ynet" in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten durchgeführt. In Hudaida wurden sowohl von den USA als auch von Israel Angriffe berichtet, wie der Huthi-TV-Sender Al-Masirah verkündete. Laut Augenzeugenberichten waren die Explosionen bis in die Stadt Badschil zu spüren und führten zu einem massiven Brand in der Zementfabrik, der 21 Verletzte forderte.
Die Huthi kündigten daraufhin an, die von ihnen anvisierten Ziele in Israel zu erweitern. Zugleich betonte ein Sprecher der Miliz, dass das israelische Militär eine schwache Struktur darstelle.
Während der Bürgerkrieg im Jemen nunmehr seit zehn Jahren anhält, intensiviert das US-Militär seine Angriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen, um die internationale Schifffahrt im Roten Meer zu schützen. Die Huthi haben in der Region wiederholt Handels- und Militärschiffe angegriffen und kündigten an, ihre Attacken erst einzustellen, wenn der Gaza-Konflikt zwischen Israel und der ebenfalls vom Iran unterstützten Hamas beigelegt ist.

