Israel stärkt Unabhängigkeit der Waffenindustrie mit Milliarden-Investitionen

Die israelische Regierung setzt künftig verstärkt auf die heimische Waffenindustrie und plant Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Schekel (93 Milliarden Euro) über die nächsten zehn Jahre. Diese Ankündigung machte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer feierlichen Zeremonie für frisch ausgebildete Luftwaffe-Piloten. Der Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Reaktion auf jüngste Konflikte in Nahost und darauf folgende Rüstungsbeschränkungen von engen Verbündeten.
Netanjahu betonte, dass nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder zunehmend an israelischen Waffensystemen interessiert seien. Dies wird als Zeichen der steigenden Bedeutung Israels im globalen Rüstungsmarkt gesehen.
Die deutsche Bundesregierung hatte in der Vergangenheit Rüstungsexporte nach Israel infolge des Gaza-Konflikts zeitweise gestoppt, was zu Spannungen führte. Auch wenn Deutschland und andere europäische Staaten teils Restriktionen auferlegten, zeigt der kürzlich unterzeichnete Vertrag zwischen Deutschland und Israel zur Erweiterung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 eine andere Richtung. Mit einem Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro handelt es sich um den größten Rüstungsdeal in der Geschichte Israels. Gleichzeitig exportiert Deutschland seit Jahrzehnten größere Waffensysteme nach Israel, was die langjährige Partnerschaft beider Länder unterstreicht.

