Iranisches Parlament erwägt Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag und Schließung der Straße von Hormus
Ein Bericht besagt, dass sich das iranische Parlament mit dem möglichen Austritt des Landes aus dem Atomwaffensperrvertrag befassen will. In einer geplanten Sondersitzung des Sicherheitsausschusses soll außerdem die potenzielle Schließung der Straße von Hormus erörtert werden, wie die Abgeordnete und Ausschussmitglied Sara Fallahi laut der Nachrichtenagentur Tasnim mitteilte. Ein genauer Zeitpunkt für das Treffen wurde nicht bekannt gegeben. Die Straße von Hormus, eine rund 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman, gilt als kritische Schifffahrtsroute für den globalen Ölhandel, insbesondere für Exporte aus Saudi-Arabien. Die anhaltenden Spannungen mit den USA werfen zusätzliche Unsicherheiten auf den Ölmarkt, der ohnehin anfällig für Störungen ist. Trotz wiederholter Drohungen, den Atomwaffensperrvertrag zu verlassen, beteuerte die iranische Führung stets, keine Ambitionen auf Atomwaffen zu haben. Der Vertrag verbietet Staaten ohne Nuklearwaffen-Arsenal, solche zu erwerben. Auch wenn das Parlament im Iran bei sicherheits- und außenpolitischen Fragen generell wenig Einfluss hat, bleibt Ajatollah Ali Chamenei als höchster religiöser Führer die zentrale Autorität in allen strategischen Angelegenheiten. Dennoch spiegeln Parlamentsentscheidungen die innenpolitische Stimmung wider und lassen Rückschlüsse auf die Bereitschaft zur Eskalation zu.

