Iranischer Exil-Oppositioneller Reza Pahlavi kehrt zur Münchner Sicherheitskonferenz zurück
Reza Pahlavi, der Sohn des einst gestürzten Schahs von Persien und eine der prominentesten Stimmen der iranischen Opposition im Exil, wird nächste Woche auf der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Der 65-Jährige hat seine Teilnahme an der Versammlung, die vom 13. bis 15. Februar im Hotel Bayerischer Hof stattfindet, bestätigt. Diese Nachricht wurde der Deutschen Presse-Agentur von Veranstalterkreisen zugetragen. Die iranische Regierung hingegen, die vor Kurzem noch eingeladen war, wurde aufgrund ihrer gewaltsamen Repressionen gegen die eigene Bevölkerung wieder ausgeladen.
Seit Jahren lebt Pahlavi in den USA und ist ein bedeutender Unterstützer der Proteste gegen die iranische Führung. In Deutschland wurden bei Solidaritätskundgebungen zur Unterstützung der iranischen Demokratiebewegung häufig Bilder von ihm gezeigt, was seine Bedeutung als Symbolfigur unterstreicht.
Am 14. Februar soll in München eine Großdemonstration unter dem Motto "Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk" stattfinden. Reza Pahlavi, der sich aktiv in sozialen Medien für diese Versammlung starkmacht, hofft, auch durch diese Veranstaltung die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die Anliegen der iranischen Bevölkerung zu lenken. Die Organisatoren haben das ehrgeizige Ziel, bis zu 100.000 Menschen zu mobilisieren.
Im Vorjahr gab es einige Kontroversen bezüglich einer Einladung Pahlavis zur Münchner Sicherheitskonferenz, als diese zunächst erteilt und dann nach Rücksprache mit der Bundesregierung nicht formalisiert wurde. Diese Unsicherheit scheint in diesem Jahr überwunden, und Pahlavis Teilnahme wird erwartet und von vielen als Zeichen der internationalen Solidarität gewertet.
Dieses Jahr werden über 60 Staats- und Regierungschefs sowie fast 100 Außen- und Verteidigungsminister zu der Konferenz erwartet. Reza Pahlavi nimmt damit erneut seinen Platz unter den internationalen Diskussionsteilnehmern ein, um das Engagement für Menschenrechte in Iran zu stärken. Die Auftritte Pahlavis in München stehen jedoch noch nicht endgültig fest. Sein Vater, Mohammad Reza Schah Pahlavi, führte Persien von 1941 bis 1979, bevor er durch die islamische Revolution entmachtet wurde.

