Investitionsoffensive: Großbritannien und China stärken wirtschaftliche Bande
Inmitten globaler Finanzmarktturbulenzen hat die britische Finanzministerin Rachel Reeves bei einem Besuch in China bedeutende Investitionsvereinbarungen über 600 Millionen Pfund erzielt, die der britischen Wirtschaft in den kommenden fünf Jahren zugutekommen sollen. Reeves betonte in Peking die Dringlichkeit, die im Oktober angekündigten finanziellen Rahmenbedingungen einzuhalten, angesichts des jüngsten Ausverkaufs von Staatsanleihen und des Pfunds.
Trotz Forderungen der Opposition, ihre China-Reise abzusagen, bekräftigte Reeves das Engagement der Regierung, das Wirtschaftswachstum zu fördern und die Handelsbeziehungen insbesondere mit China auszubauen. Begleitet wurde sie von hochrangigen Vertretern, darunter Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England, und Nikhil Rathi von der britischen Finanzaufsichtsbehörde.
Die Gespräche mit dem stellvertretenden chinesischen Premierminister He Lifeng führten zu einer Einigung über die Vertiefung der Finanzdienstleistungsbeziehungen und der Beseitigung bestimmter Exporthürden. Geplant sind unter anderem die Verbesserung einer Aktienverbindung und die Einführung eines Over-the-Counter-Anleihegeschäfts, was langfristig einen wirtschaftlichen Vorteil von bis zu einer Milliarde Pfund verspricht.
Die Beseitigung von Exportbarrieren in Bereichen wie Agri-Food wird voraussichtlich den Handel stärken und Arbeitsplätze schaffen. Zudem einigten sich beide Länder darauf, Investitionsbeschränkungen in Sektoren wie Bildung und Kultur weiter zu lockern. Reeves thematisierte auch die Sorge über Chinas Einfluss auf die britische nationale Sicherheit und warf Menschenrechtsfragen auf.

