Investitionen in Gesundheit: Milliardenpotenziale durch Prävention
Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben noch immer viel zu viele Menschen an vermeidbaren, nicht übertragbaren Krankheiten. Eine Erhöhung der Pro-Kopf-Investitionen um etwa 2,50 Euro könnte nicht nur das Gesundheitssystem finanziell entlasten, sondern auch die Wirtschaft in Milliardenhöhe stärken. Der Bericht betont, dass längere, gesündere Arbeitsleben durch Präventionsmaßnahmen und Behandlung von Erkrankungen wie Bluthochdruck und Gebärmutterhalskrebs möglich sind.
Gleichzeitig kritisiert die WHO gewisse Industrien, die durch Lobbyarbeit Maßnahmen zur Krankheitsprävention behindern. Insbesondere die Branchen für Tabakprodukte, Alkohol und ultra-verarbeitete Lebensmittel seien bestrebt, kostspielige Steuern oder Werbebeschränkungen zu verhindern. Dabei empfiehlt die WHO genau diese Schritte, um die Verbreitung von Krankheiten zu mindern und gleichzeitig die öffentliche Gesundheit zu fördern.
Die wirtschaftlichen Vorteile solcher Initiativen könnten bis 2030 weltweit bis zu einer Billion Dollar erreichen. Zudem könnten zwölf Millionen Menschenleben gerettet und 28 Millionen kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindert werden, so die Schätzungen der WHO. Der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus unterstreicht die Wichtigkeit dieser Investitionen mit den Worten, dass nicht übertragbare Krankheiten und psychische Erkrankungen "stille Killer" seien, die Innovation und Lebensqualität mindern. Die Möglichkeiten, Leben zu retten und Leid zu verhindern, seien durchaus vorhanden.

