Intersport setzt auf Mannschaftssport und Outdoor-Boom zur Umsatzsteigerung
Die aktuell gedämpfte wirtschaftliche Lage hat auch Auswirkungen auf die Konsumfreude der Bevölkerung. Dennoch bleibt die deutsche Sporthändlergruppe Intersport optimistisch und plant strategische Maßnahmen, um wieder in Schwung zu kommen. Ein wesentlicher Hoffnungsträger sei die im kommenden Jahr stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der Vorstandschef von Intersport Deutschland, Alexander von Preen, hebt hervor, dass die Spiele des deutschen Teams zu attraktiven Sendezeiten laufen werden – ein Aspekt, der die ganze Sportnation in Bewegung setzen könnte.
Von Preen zeigt sich überzeugt, dass Großveranstaltungen wie die WM den teamsportlichen Geist wiederbeleben. Nach einem Rückgang des Umsatzanteils hofft Intersport, dass insbesondere jüngere Menschen ihren Weg zurück in die Sportvereine finden. Den Trend stützen auch die Verkäufe von Fußballtrikots, die bei der Heim-EM 2024 äußerst erfolgreich waren. Intersport erwartet ähnliche Erfolge beim Verkauf der neuen Trikots der Nationalmannschaft, sowohl der Heim- als auch der demnächst erscheinenden Auswärtsmodelle von Adidas, wie Henriette Tesch, Vorständin für Einkauf, erklärt.
Parallel dazu bleibt die Outdoor-Sparte ein starker Pfeiler des Intersport-Umsatzes. Mit einem Fokus auf funktionale Kleidung, die sowohl Schutz vor UV-Strahlen als auch Insekten bietet, stößt die Kategorie auf ein großes Interesse. Der gesundheitsbewusste Verbraucher tendiert zu multifunktionalen Outfits, die ihren Weg zunehmend aus den Wanderpfaden in den urbanen Alltag finden.
Hinzu kommt ein deutlicher Aufwärtstrend im Laufsport. Lauf-Communitys und soziale Laufveranstaltungen beflügeln einen Boom, der sich positiv auf die Verkaufszahlen von Laufschuhen und -ausrüstung auswirkt. Die Verschmelzung von Sport und Mode ist ein weiterer Faktor, der Intersports Umsätze ankurbelt. Wie von Preen bemerkt, sind Running-Schuhe zunehmend im Straßenbild zu sehen, was auf einen Wechsel vom Sneaker hin zu funktionalerem Schuhwerk im Alltag hinweist.
Die Expansion von Intersport geht indes weiter. Mit über 1.400 Geschäften bundesweit, darunter über 400 unter dem eigenen Markennamen, strebt der Verbund eine Umsatzsteigerung auf sechs Milliarden Euro bis 2030 an. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs auf 3,46 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023/24 arbeitet das Unternehmen daran, weiter Marktanteile zu gewinnen, auch wenn es generell keine Gewinnangaben veröffentlicht.

