Internationale Spannungen und wirtschaftliche Herausforderungen beim WEF in Davos
US-Präsident Donald Trump nutzte seine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, um seine Politik des Isolationismus zu verteidigen und dabei Europa scharf zu kritisieren. Trump unterstrich erneut die Notwendigkeit, dass die USA Grönland übernehmen sollten, um globale Interessen zu schützen. Dabei betonte er jedoch, dass dies nicht mit Gewalt geschehen würde.
Parallel dazu hat das Europäische Parlament in Straßburg beschlossen, das umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit Mercosur von den Richtern des Europäischen Gerichtshofs prüfen zu lassen. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten unterstützt diese gerichtlich angestrebte Überprüfung.
Die deutsche Industrie kämpft derweil weiterhin mit ihrer Krise. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Peter Leibinger, betonte in Berlin die Bedeutung von 2026 für die zukünftige industrielle Ausrichtung Deutschlands, obwohl die Aussichten für 2023 verhalten bleiben. Gerade die Drohung neuer US-Zölle bereitet zusätzliche Sorgen, die laut Leibinger das Wachstum erheblich beeinflussen könnten.
Unterdessen hat das Bundeskabinett in Berlin strengere Schadstoffregelungen für die Industrie beschlossen, welche zugleich durch vereinfachte Verfahren eine Erleichterung für Unternehmen darstellen sollen. Bundesbankpräsident Joachim Nagel äußerte in einem Interview auf dem WEF, dass neue US-Zölle die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank beeinflussen könnten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen bereiten mehr Sorgen als die Inflation, die in Großbritannien mit 3,4 Prozent im Dezember über den Zielmarken der Notenbank liegt.

