Intel zieht Pläne für Magdeburg zurück: IG Metall fordert neue Perspektiven
Der überraschende Rückzug von Intel aus dem geplanten Vorhaben, eine Produktionsstätte in Magdeburg zu errichten, trifft die Region hart, doch die IG Metall sieht darin auch den Anstoß für neue Denkansätze. Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete diesen Schritt als bedeutenden 'Rückschlag', appellierte jedoch gleichzeitig daran, die entstandene Lücke nicht einfach hinzunehmen.
Vielmehr müsse der Fokus nun darauf liegen, neue Perspektiven zu entwickeln, ohne dass die industriepolitischen Ziele für Sachsen-Anhalt oder gar die nationalen Ambitionen in Frage gestellt werden. Sachsen-Anhalt hat in den letzten Jahren wesentliche Grundlagen geschaffen: eine gute Verkehrsanbindung, ausreichende Flächen und vor allem qualifizierte Fachkräfte. Diese Stärken gilt es jetzt zu nutzen, betonte Gröger.
Entscheidend sei, ob der politische Wille ausreiche, um die industrielle Wertschöpfung in der Region zu sichern und neue Investitionen aktiv zu fördern. Schließlich fordert Gröger den Mut, in die Zukunft zu investieren – vor allem in Schlüsseltechnologien, die langfristig das wirtschaftliche Fundament stärken könnten.
Die Pläne von Intel sahen ursprünglich Investitionen von etwa 30 Milliarden Euro vor, unterstützt von der Bundesregierung mit rund 10 Milliarden Euro an staatlichen Fördergeldern. Ehemals wurde zwar eine zeitliche Verzögerung beim Bauvorhaben eingeräumt, doch mittlerweile hat sich die Lage im Konzern derart verändert, dass das Projekt endgültig aufgegeben wurde.

