Intel sucht prominente Partner für den Kurswechsel
Der angesehene US-Chiphersteller Intel befindet sich weiterhin in einem tiefgreifenden Wandel und strebt nach prominenten Unterstützern. Jüngst sicherte sich das Unternehmen eine Investition von fünf Milliarden Dollar vom KI-Chipgiganten Nvidia, wie Bloomberg berichtet. Die Fortschritte ließen daraufhin den Intel-Aktienkurs sprunghaft um bis zu acht Prozent steigen, bevor er mit einem eindrucksvollen Plus von 6,4 Prozent den Handelstag beschloss.
Neueste Gespräche fanden nun offenbar mit dem Elektronikriesen Apple statt, demnach strebt Intel auch hier weitere Kooperationen an. Während Apple-Aktien eher unbeeindruckt blieben und leicht um 0,8 Prozent nachgaben, verdeutlicht die Nachricht den kriselnden Kurs Intels, der auf die Unterstützung der US-Regierung und externer Investoren angewiesen ist.
Apple, einst ein bedeutender Kunde Intels, setzt inzwischen auf eigene Chips, die von TSMC in Taiwan gefertigt werden. Inmitten dieser Verhandlungen bleibt Intel jedoch bedeckt. Während das Unternehmen keine Stellungnahme zu den Bloomberg-Informationen abgab, war Apple zunächst nicht für eine Kommentierung verfügbar.
Der Wandel von Intel hin zu einem wichtigen Auftragsfertiger wird durch Zurückhaltung bei potenziellen Kunden gebremst, woraufhin Werksbaupläne, wie das Projekt in Magdeburg, zurückgestellt wurden. Vor kurzem erwarb die US-Regierung einen zehnprozentigen Anteil am Unternehmen, finanziert durch Subventionen, die ursprünglich für neue US-Werke vorgesehen waren. An den Dortmunder Trump knüpfte diese Hilfe jedoch Bedingungen, um den angeschlagenen Riesen wieder auf Kurs zu bringen.

