Innovationskraft und Zusammenarbeit: Reiche stärkt deutsch-israelische Wirtschaftsbeziehungen
Der Besuch von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche in Israel verdeutlicht die vielversprechenden Kooperationsmöglichkeiten zwischen deutschen Unternehmen und israelischen Start-ups. Reiche betonte nach ihrem Treffen mit dem israelischen Wirtschaftsminister Nir Barkat in Jerusalem, dass deutsche Firmen ideale Partner für die Automatisierung und Skalierung israelischer Innovationen seien. In den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz, Medizintechnik sowie Militär- und Sicherheitsindustrie liege enormes Potenzial für bahnbrechende Anwendungen.
Auf der anderen Seite lobte Barkat Deutschland als den besten Partner Israels in Europa. Sein Land strebe eine erhebliche Steigerung der Exporte in den kommenden Jahren an und hebe dabei die Resilienz der Wirtschaft hervor, insbesondere nach den Ereignissen des jüngsten Terroranschlags der Hamas. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte kürzlich Jerusalem besucht, um Friedensbemühungen nach der Gaza-Waffenruhe zu unterstützen.
Ziel von Reiches Reise ist vor allem der Ausbau der wirtschaftlichen Verbindungen zwischen den Nationen. Mit einem Handelsvolumen von über 10 Milliarden Euro ist Deutschland Israels bedeutendster Handelspartner innerhalb der Europäischen Union. Begleitet wird Reiche von einer Delegation, darunter Vertreter von Rüstungskonzernen und innovativen Start-ups, die Lösungen etwa zur Drohnenabwehr anbieten.
Ein beeindruckendes Bild zeichnete der israelische Hightech-Sektor, der über 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, so Dror Bin, Chef der Israel Innovation Authority. In diesem Bereich sind 11,5 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt, während Deutschland seine Bemühungen intensiviert, Start-ups besseren Zugang zu Kapital zu verschaffen. International rangiert Israel hinsichtlich des Kapitals für Tech-Firmen auf Platz fünf, weit hinter dem dominierenden Silicon Valley, während Berlin noch Nachholbedarf hat.
Während ihres bis Mittwoch dauernden Aufenthaltes plant Reiche, sich intensiv über die israelischen Maßnahmen zur Sicherung des Energiesystems gegen Cyberangriffe zu informieren. Die Bedrohungslage sei ernst, so die Ministerin, denn auch in Deutschland nähmen Cyberattacken auf Unternehmen an Intensität zu.

