Inflation, Zölle und Steuern: USA und Europa vor Herausforderungen
Die zuletzt veröffentlichten Daten des US-Arbeitsministeriums zeigen, dass die Inflation in den Vereinigten Staaten stabil auf einem Niveau von 2,7 Prozent verharrt. Diese Zahl lag im Einklang mit den Erwartungen der Volkswirte. Angesichts dieser Entwicklung erhalten der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, und das Federal Reserve System internationale Unterstützung, was in einer bemerkenswerten Solidaritätsbekundung führender Notenbanker gipfelte.
Parallel dazu verschärfen sich die Handelsbeziehungen unter US-Präsident Donald Trump. Eine neue Ankündigung sieht vor, dass Strafzölle von 25 Prozent auf Importe aus Ländern, die mit dem Iran Handel treiben, erhoben werden sollen. Diese Maßnahme wird als Reaktion auf die jüngsten Protestunruhen im Iran begründet. Die Volksrepublik China meldete sich bereits zu Wort und betonte, im Rahmen eines Zollkriegs auf die Wahrung ihrer Interessen bedacht zu sein.
Im Licht internationaler Spannungen erhöht die EU den Druck auf den Iran. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verurteilte das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten scharf und brachte zusätzliche Sanktionen ins Gespräch.
Auf nationaler Ebene sorgen wirtschaftspolitische Pläne für Unruhe. In Deutschland ruft die Diskussion um eine Reform der Erbschaftssteuer durch die SPD Kritik hervor. Insbesondere aus den Reihen der Wirtschaft wird auf mögliche Nachteile für Unternehmensnachfolge und Investitionen hingewiesen. Die Union steht der Steuererhöhung ablehnend gegenüber und betont die Notwendigkeit, steuerliche Lasten für die Wirtschaft zu vermeiden. Der Präsident des Großhandelsverbandes BGA, Dirk Jandura, schildert die prekären Zustände der Branche, die derzeit nur ein geringes Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnet und damit mehr Stagnation als Aufschwung erfährt.

