Indischer Premierminister fordert Deeskalation nach US-Angriffen im Iran
Der indische Premierminister Narendra Modi hat in einem Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian seine Besorgnis über die zunehmende Spannungen nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen ausgedrückt. Auf der Plattform X betonte Modi die Notwendigkeit, den Weg der Deeskalation, des Dialogs und der Diplomatie zu beschreiten, um Frieden und Stabilität in der Region schnellstmöglich wiederherzustellen.
Indien, bekannt als die bevölkerungsreichste Nation weltweit, spielt aufgrund seiner Stellung als Atommacht und seinem rivalisierenden Verhältnis zu Pakistan eine bedeutende Rolle in regionalen Sicherheitsfragen. Pakistan, das ebenso eine Atommacht und unmittelbarer Nachbar zum Iran ist, hatte nach einem schwerwiegenden Terroranschlag im indischen Teil Kaschmirs am 22. April die Grenze zu Indien zum Schauplatz für militärische Auseinandersetzungen gemacht. Luftangriffe beider Länder folgten, bis schließlich am 10. Mai eine Waffenruhe verkündet wurde.
Diese Atempause wurde vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump vermittelt, der daraufhin von Pakistan für seine Rolle als Friedensstifter für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. Trotz dieser Darstellung stellte Modi in einem Telefonat mit Trump klar, dass es aus seiner Sicht keine Vermittlung der USA in diesem Konflikt gegeben hatte.

