Importpreise im Dezember 2024 gegenüber Vorjahresmonat gestiegen

30. Januar 2025, 08:35 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Im Dezember 2024 stiegen die Importpreise um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Exportpreise um 1,8 Prozent höher lagen. Hauptursachen sind steigende Preise für Konsumgüter, insbesondere Nahrungsmittel, sowie ein Anstieg der Energieimporte im Jahresvergleich.

Wiesbaden - Die Importpreise waren im Dezember 2024 um 2,0 Prozent höher als im Dezember 2023. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Im November 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat demnach bei +0,6 Prozent gelegen, im Oktober 2024 bei -0,8 Prozent. Die Einfuhrpreise stiegen im Dezember 2024 gegenüber dem Vormonat November 2024 um 0,4 Prozent.

Die Exportpreise lagen laut Destatis im Dezember 2024 um 1,8 Prozent über dem Stand von Dezember 2023. Im November 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +1,2 Prozent gelegen, im Oktober 2024 bei +0,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat November 2024 stiegen die Exportpreise um 0,3 Prozent.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Dezember 2024 hatte der Anstieg der Preise für Konsumgüter um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (+0,5 Prozent gegenüber November 2024). Die Preise für importierte Verbrauchsgüter lagen hier um 4,6 Prozent über denen von Dezember 2023, Gebrauchsgüter waren 2,0 Prozent teurer.

Bei den Verbrauchsgütern musste nach Angaben des Bundesamts insbesondere für Nahrungsmittel mit +10,2 Prozent deutlich mehr bezahlt werden als im Dezember 2023. Süßwaren (ohne Dauerbackwaren) kosteten im Schnitt 71,2 Prozent, Orangensaft 69,5 Prozent, Geflügelfleisch 20,0 Prozent sowie Milch und Milcherzeugnisse 13,3 Prozent mehr als im Dezember 2023. Bei den Süßwaren lag die Teuerung hauptsächlich an den gestiegenen Preisen für Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (+188,1 Prozent) und an den höheren Preisen für Schokolade und andere Süßwaren (+28,1 Prozent).

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen laut Destatis im Dezember 2024 um 8,6 Prozent über denen des Vorjahresmonats (+0,3 Prozent gegenüber November 2024). Insbesondere Rohkakao war deutlich teurer als vor einem Jahr (+135,5 Prozent), gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise hier um 11,0 Prozent. Rohkaffee war um 43,9 Prozent teurer als im Dezember 2023 und um 2,4 Prozent teurer als im November 2024, so die Statistiker. Dagegen waren unter anderem Speisezwiebeln (-36,5 Prozent), Gurken (-32,0 Prozent), Tomaten (-28,0 Prozent), Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli (-19,3 Prozent) und lebende Schweine (-15,8 Prozent) preiswerter als vor einem Jahr.

Die Preise für Vorleistungsgüter lagen nach den Zahlen des Bundesamts um 1,4 Prozent über denen des Vorjahresmonats (+0,1 Prozent gegenüber November 2024). Für Investitionsgüter waren sie 0,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat (+0,2 Prozent gegenüber November 2024).

Auch importierte Energie war teurer als im Dezember 2023 (+0,4 Prozent). Gegenüber November 2024 stiegen die Preise hier im Durchschnitt um 1,3 Prozent. Die Einfuhrpreise für elektrischen Strom stiegen gegenüber Dezember 2023 um 62,2 Prozent (-4,7 Prozent gegenüber November 2024), für Erdgas lagen sie 9,0 Prozent über denen von Dezember 2023 (+4,7 Prozent gegenüber November 2024). Günstiger als im Dezember 2023 waren dagegen importierte Steinkohle (-15,3 Prozent), Mineralölerzeugnisse (-5,9 Prozent) und rohes Erdöl (-5,7 Prozent). Während Steinkohle sich mit -1,2 Prozent und Erdöl mit -1,1 Prozent auch im Vormonatsvergleich verbilligten, wurden Mineralölerzeugnisse gegenüber November 2024 um 0,4 Prozent teurer.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Dezember 2024 um 2,1 Prozent höher als im Dezember 2023, teilte das Bundesamt mit. Gegenüber November 2024 stiegen sie um 0,3 Prozent. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 2,4 Prozent über dem Stand von Dezember 2023 und um 0,4 Prozent über dem Stand von November 2024.

Im Jahresdurchschnitt 2024 waren die Importpreise 1,2 Prozent niedriger als im Vorjahr, so Destatis. 2023 hatten sie um 6,5 Prozent unter und 2022 um 21,8 Prozent über denen des Vorjahres gelegen. Vor allem die Preisentwicklung bei importierten Energieträgern beeinflusste mit einem Minus von 9,9 Prozent gegenüber 2023 die Veränderungsrate der Importpreise. Die Preise für Erdgas lagen 17,3 Prozent unter denen von 2023, für Steinkohle betrug der Rückgang -16,6 Prozent und für elektrischen Strom -16,1 Prozent. Auch Mineralölerzeugnisse waren im Durchschnitt billiger als 2023 (-6,3 Prozent), darunter Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl (-9,4 Prozent) sowie Motorenbenzin (-9,0 Prozent). Erdöl verbilligte sich im Jahresvergleich um 2,4 Prozent.

Der Importpreisindex ohne Energie lag im Jahresdurchschnitt 2024 nur geringfügig unter dem Stand des Vorjahres (-0,1 Prozent), so die Statistiker. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, waren die Importpreise 1,1 Prozent niedriger als 2023. Auch die Preise für Vorleistungsgüter lagen 2024 mit -2,2 Prozent unter denen von 2023. Dagegen waren importierte landwirtschaftliche Güter um 4,1 Prozent, Konsumgüter um 1,8 Prozent und Investitionsgüter im Durchschnitt um 0,2 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Bei der Ausfuhr hatten im Dezember 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamts die Preissteigerungen bei Konsumgütern den größten Einfluss auf die Preisentwicklung. Diese verteuerten sich gegenüber Dezember 2023 um 3,6 Prozent (+0,4 Prozent gegenüber November 2024). Während Gebrauchsgüter im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent teurer waren, lagen die Preise für Verbrauchsgüter 4,1 Prozent über denen von Dezember 2023.

Insbesondere stiegen die Preise für exportierte Süßwaren ohne Dauerbackwaren (+49,2 Prozent), darunter vor allem für Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver (+182,7 Prozent). Die Preise für exportierte Butter und andere Fettstoffe aus Milch lagen 42,2 Prozent über denen von Dezember 2023. Kaffee, entkoffeiniert oder geröstet, war 28,3 Prozent teurer als im Dezember 2023. Für exportierte landwirtschaftliche Güter musste 2,6 Prozent mehr bezahlt werden als im Dezember 2023 (+2,4 Prozent gegenüber November 2024).

Auch die Preise für exportierte Investitionsgüter waren im Vergleich zu Dezember 2023 höher (+1,5 Prozent), wie aus der Statistik hervorgeht. Einen wesentlichen Einfluss hatten hier die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Preise für Maschinen sowie für Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (jeweils +2,1 Prozent). Im Vergleich zu November 2024 stiegen die Preise für Investitionsgüter um 0,2 Prozent.

Exportierte Vorleistungsgüter waren laut Destatis 1,1 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise leicht um 0,1 Prozent. Dagegen waren Energieexporte um 0,8 Prozent preiswerter als im Vorjahresmonat, verteuerten sich aber um 1,7 Prozent im Vergleich zu November 2024. Erheblich günstiger im Vorjahresvergleich waren Erdgas (-6,6 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (-5,6 Prozent). Gegenüber dem Vormonat November 2024 wurde Erdgas jedoch um 5,4 Prozent teurer exportiert, die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen um 0,6 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2024 waren die Exportpreise um 0,3 Prozent höher als im Vorjahr, wie aus den Berechnungen des Bundesamts hervorgeht. 2023 hatten sie um 0,6 Prozent, 2022 um 13,5 Prozent über denen des Vorjahres gelegen. Vor allem der Preisanstieg bei Investitionsgütern um 1,9 Prozent beeinflusste die Jahresveränderungsrate. Konsumgüter waren mit 2,0 Prozent ebenfalls deutlich teurer als 2023, insbesondere wegen der Preissteigerungen um 2,2 Prozent bei Verbrauchsgütern. Gebrauchsgüter wurden im Durchschnitt 1,1 Prozent teurer. Preiswerter waren im Vorjahresvergleich dagegen landwirtschaftliche Güter (-2,4 Prozent) und Vorleistungsgüter (-1,2 Prozent).

Wirtschaft / Deutschland / Unternehmen
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