ICE-Panne in Österreich: Großzügige Entschädigung für strapazierte Fahrgäste
Eine unerwartete Panne in einem österreichischen Tunnel hat rund 400 ICE-Reisende in Geduld geübt. Doch am Ende der längeren Wartezeit können die Fahrgäste auf die Fürsorge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zählen. Der Konzern hat angekündigt, die Ticketkosten in vollem Umfang zu erstatten und damit deutlich über die gesetzlichen Entschädigungsansprüche hinauszugehen. Die großzügige Geste wird von einem Sprecher der ÖBB, Klaus Baumgartner, bekräftigt. Er betonte, dass auch Hotel-Gutscheine an Reisende ausgegeben wurden, die aufgrund der nächtlichen Verzögerung eine Unterkunft benötigten.
Der Zwischenfall ereignete sich auf der Strecke Hamburg-Wien, wobei der betroffene ICE der Deutschen Bahn unter der Leitung der ÖBB unterwegs war. Nach stundenlangem Ausharren im Tunnel bei Hadersdorf wurden die Fahrgäste schließlich über Tunnel-Notausstiege evakuiert, da aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet bleiben musste. Die Weiterreise nach Wien und St. Pölten erfolgte reibungslos mit Bussen und Regionalzügen, sodass alle Passagiere wohlbehalten ihr Ziel erreichten.
Der betroffene ICE "Donauwalzer" wurde mittlerweile nach Wien geführt und soll in den kommenden Tagen nach Deutschland zurückgebracht werden. Die technische Ursache der Panne, ein defekter Stromabnehmer, wird derzeit untersucht, wobei die Deutsche Bahn in Kürze weitere Details bekannt geben wird. Der reguläre Betrieb auf der Strecke konnte inzwischen wieder aufgenommen werden.

