Hyundai bekräftigt Expansion in Georgia trotz Verzögerungen
Hyundai Motor Group hat angekündigt, die Pläne zur Erweiterung seiner Produktionsstätte im US-Bundesstaat Georgia voranzutreiben. Trotz eines Immigrationseinsatzes, der die Inbetriebnahme einer Batteriefabrik für Elektrofahrzeuge vor Ort verzögerte, wird das bereits im März angekündigte Vorhaben weiterverfolgt.
Das Unternehmen plant, 2,7 Milliarden US-Dollar zu investieren, um die Produktionskapazität am Standort Ellabell innerhalb von drei Jahren um 200.000 auf 500.000 Fahrzeuge jährlich zu erhöhen. Ziel ist es, die Fertigung von derzeit zwei auf zehn Modelle von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu erweitern. Hyundai plant, weltweit 60 % seiner Produktion auf hybrid- oder rein elektrischen Antrieb umzustellen und 80 % der in den USA verkauften Fahrzeuge künftig dort zu produzieren.
Ein Immigrationseinsatz, der zur Verhaftung von über 300 südkoreanischen Staatsbürgern führte, hatte diplomatische Dispute zwischen Südkorea und den USA ausgelöst und den Plan zur Eröffnung der Batteriefabrik um mehrere Monate verzögert. Trotz dieser Herausforderungen versichern Hyundai und lokale Regierungsvertreter ihre fortgesetzte Unterstützung für das Expansionsprojekt.
Georgias Gouverneur Brian Kemp äußerte sich optimistisch, dass die Standortvorteile des Bundesstaates weiterhin ausländische Investitionen anziehen werden. Weitere Gespräche sollen südkoreanischen Mitarbeitern den Zugang zu Arbeitsvisa erleichtern.
Hyundai plant ferner, zusammen mit dem Joint-Venture-Partner LG Energy Solution bis 2031 mindestens 8.500 Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Die staatlichen und lokalen Behörden haben im Gegenzug Steueranreize im Wert von 2,1 Milliarden US-Dollar zugesagt. Der Ellabell-Standort ist zentraler Bestandteil von Hyundais globalem Expansionsplan, der eine Geschäftssteigerung um 1,2 Millionen Fahrzeuge pro Jahr vorsieht.

