Humanitäre Hilfe rollt in den Gazastreifen: Ein Lichtblick in bewegter Lage
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat erneut seine Rolle als weltweit größte humanitäre Organisation unter Beweis gestellt und dabei ein humanitäres Zeichen gesetzt: Tonnenweise Lebensmittel sind auf dem Weg in den Gazastreifen. Die Lieferungen starten aus Ägypten, Jordanien und dem von Israel besetzten Westjordanland, um den rund zwei Millionen Menschen in der Region inmitten eines anhaltenden Konflikts beizustehen.
Dank vorrätiger Nahrungsmittel in der Region ist das WFP in der Lage, die Versorgung für bis zu drei Monate zu sichern, vorausgesetzt, Israel gewährt ungehinderten Zugang. Im Fokus stehen dabei 145 Verteilpunkte, an denen Brot, Mehl und weitere essenzielle Lebensmittelzutaten ausgegeben werden. Zunächst werden heute zehn Bäckereien beliefert, doch die Zahl soll zügig auf 30 erhöht werden, um eine durchgehende Brotversorgung zu gewährleisten.
Um die Sicherheit der Lieferungen und die ungehinderte Erreichbarkeit der Verteilzentren zu gewährleisten, fordert das WFP klare Sicherheitsgarantien. Für diejenigen, die die Verteilpunkte nicht erreichen können, wie beispielsweise ältere Menschen oder Frauen ohne Kinderbetreuung, bietet das WFP eine digitale Lösung an: Finanzielle Unterstützung zur Verwendung auf lokalen Märkten.
In einem bemerkenswerten Abkommen zwischen Israel und der Hamas ist eine Erweiterung der Hilfslieferungen vereinbart worden. In der ersten Phase sollen nach Angaben von Hamas-Vertretern täglich etwa 600 Lastwagen mit humanitärer Hilfe zum Gazastreifen rollen. Laut der israelischen Behörde Cogat für palästinensische Angelegenheiten stieg die Anzahl der einfahrenden Lastwagen zuletzt auf durchschnittlich 300 pro Tag, nachdem es in den Wochen zuvor rund 200 waren.

