HP bleibt in China: Ein Zeichen der Beständigkeit in turbulenten Zeiten
Die Nachricht, dass der US-amerikanische Computer-Riese HP seine Produktionskapazitäten aus China abziehen könnte, hat Wellen geschlagen. Doch HP versucht nun, die Wogen zu glätten. In einer Stellungnahme gegenüber der chinesischen Zeitung Global Times dementierte HP entschieden einen Bericht von Nikkei Asia, der behauptet hatte, HP plane eine massive Verlagerung seiner Produktion aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
HP, der weltweit zweitgrößte Anbieter von PCs laut der Forschungsfirma IDC, betonte, dass die PC-Herstellung in China nach wie vor von zentraler Bedeutung sei. In einem weltpolitisch und wirtschaftlich angespannten Umfeld scheint HP jedoch auch seine Strategie zu optimieren und mehr Flexibilität anzustreben, um die Resilienz der Lieferkette zu erhöhen und den vielfältigen Anforderungen seiner globalen Kundschaft gerecht zu werden.
Bislang hat HP nicht auf eine entsprechende Anfrage per E-Mail reagiert. Der Nikkei-Bericht behauptete, dass bis zu 70 Prozent der PC-Produktion von HP innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre außerhalb Chinas stattfinden sollen, wobei mögliche Produktionsstandorte in Thailand und ein Backup-Design-Hub in Singapur im Gespräch sind.
Aber nicht nur HP denkt international. Auch andere Technologie-Größen wie Microsoft und Dell haben Produktionsverlagerungen ins Auge gefasst oder bereits in die Tat umgesetzt. So hat Microsoft die Produktion seiner Xbox-Spielkonsolen von China nach Vietnam verlagert, und Dell plant, bis Ende des Jahres keine in China gefertigten Halbleiter mehr zu verwenden.
Die Auswirkungen solcher Verschiebungen sind nicht zu unterschätzen, besonders vor dem Hintergrund der kürzlich verhängten US-Technikrestriktionen und Handelsbeschränkungen gegen China. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Rolle China in der globalen Lieferkette von Technologieprodukten einnehmen wird.

