Hornbach im Fokus: Verbraucherstimmung belastet, aber Marktanteile wachsen
Der Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach Holding sieht sich in den kommenden Monaten mit Herausforderungen konfrontiert, die von schlechter Verbraucherstimmung bis hin zu spürbarem Kostendruck reichen. Trotz einer sorgfältigen Ausgabendisziplin erwartet das Unternehmen steigende Kosten, vor allem durch inflationsbedingt höhere Gehälter, welche die operative Ertragskraft beeinträchtigen dürften.
Immerhin verlief der Auftakt zur Frühjahrssaison laut eigenen Angaben "sehr erfolgreich", was Hornbach Hoffnung gibt. Gleichwohl bleibt das makroökonomische und geopolitische Klima, insbesondere in Bezug auf Lieferketten und Konsumentenvertrauen, problematisch.
Die Reaktion der Anleger auf diese Ankündigungen war ernüchternd. Die Aktie, die im SDax notiert ist, fiel zwischenzeitlich um über 12 Prozent und markierte mit 93,40 Euro den tiefsten Stand seit einem Monat. Jüngste Kursgewinne sind durch diesen Rückschlag teils erodiert. Dennoch zeigt die Aktie seit Jahresbeginn einen bemerkenswerten Anstieg um nahezu 30 Prozent.
Analyst Volker Bosse von der Baader Bank zeigte sich enttäuscht über den verhaltenen Ausblick und bemängelte, dass die geplante Dividendenzahlung unter seinen Erwartungen liege. Für das neue Geschäftsjahr, das im März begann, prognostiziert das Management Umsätze in Höhe oder leicht über dem Vorjahreswert von 6,2 Milliarden Euro, angetrieben durch neue Marköffnungen.
Hornbach konnte seinen Marktanteil in Deutschland auf 15,2 Prozent ausweiten und triumphiert in anderen europäischen Ländern mit eindrucksvollen Anteilen, beispielsweise in Tschechien und den Niederlanden. Dennoch stellt das Unternehmen nur ein stabiles bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Aussicht, womit es die Erwartungen des Marktes nicht ganz erfüllen konnte.
Vor zwei Monaten veröffentlichte und nun bestätigte vorläufige Jahreszahlen belegen einen deutlichen operativen Gewinnsprung. Der Gewinn, der den Aktionären zufällt, stieg um 12 Prozent auf 140,7 Millionen Euro. Die stabile Dividende soll bei 2,40 Euro je Aktie liegen, als Teil der Strategie, kontinuierliche Aktionärsrenditen zu bieten.

